A M V

ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR MOTORVETERANEN

ORGANISATIONSBÜRO:
HÜTTELDORFERSTRASSE 1; A-1150 WIEN
TEL. u. FAX: +43(1)9856770

http://www.austria-motor-veterans.at

e-Mail: amv@austria-motor-veterans.at

 

           Österreichweite Assistance für Motorveteranen         

 

       0650 5555554  Hilfe

                

   AMV  -  Callcenter   -  Pannenmanagement

      Sechsmal die Fünf for help   -   und Sie sind als  AMV  Mitglied nie allein !

          Bedenken Sie bitte, dass es sich um eine reine Unfall und Notrufnummer handelt, die nicht durch andere Anrufe blockiert werden soll !

 

Unser Internet-Service:

(Gewünschten Begriff bitte anklicken !)

 

Alle Veranstaltungstermine in Österreich unter "Programm" auf der Homepage der ÖGHK

Programm

 

Alle Hilfen bei Einfuhr, Verzollung, Einzelgenehmigung und Zulassung von historischen Kraftfahrzeugen unter "Service" auf der Homepage der ÖGHK

Service

 

Aktuelle Informationen von und über Veranstaltungen auf der Homepage der ÖGHK

aktuell

 

Anbote und Suche von historischen Fahrzeugen, Teilen oder sonstiger Automobilia 

Markt

 

Die Bildergalerie von den attraktivsten Veranstaltungen

Galerie

 

Die gewählten Mitglieder des AMV Vorstandes stets im Dienste historischer Fahrzeuge, auch um Sie bemüht: 

Generalsekretär Hannes G. Unterberger, Tel.: 0664/437 95 65 – für allgemeine Angelegenheiten; Repräsentant und Präsident des Volvo Clubs Österreich;

e-Mail: office@volvoclub.at

Internet: http:// www.volvoclub.at

 

Lisl Mesicek, Tel.+ Fax: 01/9134052 – Referentin für historische Automobile allgemein, speziell der Marke Steyr; Repräsentantin der Österreichischen Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen; 

e-Mail: lisl.mesicek@gmx.at

 

Dr. Peter Lösch, Tel. 01/5133935 – Spezialist für juristische Angelegenheiten, Referent für historische Autobusse; Repräsentant des Österreichischen Omnibusmuseums;

e-Mail: office@omnibusmuseum.at,

Internet: http://www.omnibusmuseum.at/

 

Rudolf Dvorak, Tel. + Fax: 02287/5568 - Referent für historische Automobile allgemein; Repräsentant des Rolls Royce Enthusiast Club Österreich;

e-Mail: rdvorak@airwave.at

 

Mag. Robert Peterka, Tel.: 0699/81193944 , Fax: 01/25461060,  Referent für historische Elektrofahrzeuge aller Art; 

e-Mail: aon.913199261@aon.at  + Peterka.R@seznam.cz

 

Christian Karlberger, Tel.: 0664/2525005, Fax: 01/798 81 91/50, Referent für historische Militärfahrzeuge,  Repräsentant des Dodge Club – Austria 

e-Mail: office@karlberger.at

 

Ottokar Pessl, Tel. 0676/6316206 - Referent für historische Militärfahrzeuge aller Art sowie für Motorräder, 

e-Mail: o.pessl@austria-motor-veterans.at

 

Gerald Kerschbaum, Tel.: 0699/12114721, Fax: 01/820 901 192 887, Repräsentant des Klub der Fahrzeugfreunde und Technikhistoriker Österreichs

e-Mail: kdfthoe@chello.at,  Internet: http://www.kdfth.at

 

Karl Prochazka, Tel.: 0699/19529872,  Repräsentant des Velo Solex Register Austria

e-Mail: inode.753921@inode.at

 

 Organisationsbüro:

1150 Wien, Hütteldorfer Str. 1, Tel. +Fax: 01/985 67 7 0

e-Mail: amv@austria-motor-veterans.at

Internet: http://www.austria-motor-veterans.at

 

 

Breaking News:

Gemeinsam

 Eine geradezu geschichtliche Einigung im Kampf gegen Restriktionen historische Kraftfahrzeuge betreffend, eröffnet einen neue Art des für uns überaus wichtigen Lobbyings. Wird doch auf die Nöte und Notwendigkeiten des Motorveteranenbetriebs schlichtweg laufend vergessen – moderne Gesetze, die auch uns treffen, werden vorsätzlich nicht gezielt gegen uns gemacht.

Auf Initiative des AMV konnten ÖAMTC und ARBÖ, AMV und ÖMVV und auch die Bundeswirtschaftskammer zusammengebracht werden und verfassten Vertreter aller dieser Organisationen ein gemeinsames Papier betreffend der Probleme der bereits teilweise geltenden Einschränkungen bzw. Fahrverbote und in Vorbereitung befindlicher Restriktionen für nicht am Stande der Technik befindlichen Kraftfahrzeuge in Punkto CO2 Ausstoß  bzw. Feinstaubemissionen. Das Papier ist nunmehr vielversprechende gemeinsame Arbeitsgrundlage in der Auseinandersetzung mit den jeweiligen gesetzgebenden Körperschaften.

Sowohl der ARBÖ in seiner „Freien Fahrt“ als auch ÖAMTC im „AT“ finden die Sache Wert genug um in den kommenden Nummern ihres Organs dem Ereignis Raum zu geben. Auch dies zum ersten Mal. Auf der Homepage des ÖMVV als auch der des AMV (www.austria-motor-veterans.at) kann in den Text Einsicht genommen werden. Gemeinsam sind wir stärker – oder Not rückt uns näher zusammen.

Als Antwort auf ein E-Mail an: positionspapier@austria-motor-veterans.at erhalten Sie postwendend das Papier übertragen.

HISTORISCHE KRAFTFAHRZEUGE

UND

UMWELTSCHUTZ

Österreichischer Motor-Veteranen-Verband (ÖMVV)

Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV)

Österreichischer Motor-Veteranen-Club (ÖMVC)

Österreichische Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen (ÖGHK)

Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC)

Auto-, Motor- und Radfahrerbund – Bundesorganisation (ARBÖ)

Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

mit Unterstützung von

Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA)

August 2007

Seite 1

Einleitung

Die Sorge um die Umwelt und die mit dem Verkehr verbundenen Belastungen des Klimas sind auch

ein wesentliches Anliegen der Repräsentanten des „rollenden Museums der Landstraße“, der

österreichischen Verbände und Clubs für das historische Kraftfahrwesen.

Das vorliegende Papier umreißt die Position der Motorveteranen-Organisationen, die im beim

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technik eingerichteten Beirat für historische

Kraftfahrzeuge vertreten sind und somit die österreichische „Veteranenszene“ repräsentieren.

Unterstützt wird diese Position von den großen allgemeinen Verbänden, dem ÖAMTC, dem ARBÖ,

der Wirtschaftskammer und vom Internationalen Motorveteranen-Dachverband FIVA, der weltweit

nahezu 0,8 Millionen Oldtimerfreunde in mehr als 50 Ländern zusammenfasst.

Aufgabe der Motorveteranen-Verbände ist es, das technische Kulturgut des Motorfahrzeuges in all

seinen Erscheinungsformen vom Automobil über Motorräder bis zu Lastkraftwagen, Omnibussen oder

landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen in originalem Zustand für die Nachwelt zu erhalten. Der Aufwand

hiezu wird von vielen tausenden privaten Sammlern und Liebhabern aufgebracht, die ihre Zeit und ihr

Geld in das „rollende Museum“ investieren, ohne die öffentliche Hand damit zu belasten.

Die Erhaltung der Zeitzeugen der technischen Kulturgeschichte ist nur möglich, wenn sie in Betrieb

gehalten und regelmäßig im freien Verkehr bewegt werden können - sie sind somit Teil des

Verkehrslebens und naturgemäß auch Teil der Umweltdiskussion, zu der dieses Papier einen

positiven Beitrag leisten will.

Seite 2

1. Historische Kraftfahrzeuge in Österreich

1.1 Gesetzliche Grundlage:

Gemäß § 2 Abs 1 Z 43 KFG 1967 sind historische Kraftfahrzeuge erhaltenswürdige und nicht zur

ständigen Verwendung bestimmte Fahrzeuge, die bis Ende 1955 gebaut wurden oder (zum

Beurteilungszeitpunkt) wenigstens 25 Jahre alt sind und die in die vom Verkehrsministerium

zuerkannte Liste der historischen Fahrzeuge eingetragen sind. Derzeit werden historische

Fahrzeuge nur dann als solche anerkannt, wenn sie ein Baujahr bis Ende 1980 aufweisen (Erlass

BMVIT-179.340/0008/II/ST4/2005). Diese Regelung gilt bis 2010, weil ab diesem Zeitpunkt ein

Baujahreslimit von 30 Jahren laufend fortgeschrieben wird.

1.2 Anteil der historischen Fahrzeuge am Fahrzeugbestand:

Pkw und Kombi mit einem Baualter über 25 Jahre haben am Gesamtbestand einen Anteil von

weniger als 1 %, Motorräder von etwa 5 %. Lkw und Busse in ähnlicher Größenordnung. Durch

die schrittweise Anhebung des Baujahreslimits ab 30 Jahre sinkt der Anteil der historischen

Kraftfahrzeuge tendenziell weiter.

Fahrzeuge, die durch den Eintrag „Historisches Kraftfahrzeug“ im Zulassungsschein bzw. in der

Zulassungsbescheinigung auch im Rechtssinn historisch sind, stellen nochmals einen Bruchteil

dieser ohnehin geringen Anzahl dar.

1.3 Technischer Zustand:

Historische Kraftfahrzeuge müssen den originalen technischen Zustand ihrer Erbauungszeit

aufweisen. Ihre Abgaswerte können naturgemäß daher nicht denen, die für moderne Fahrzeuge

gelten, entsprechen. Bei Neuzulassungen im Zuge von Restaurierungen oder Import werden

daher Ausnahmen von den generellen Abgasnormen gewährt, sofern ein technisch einwandfreier

originaler Zustand nachgewiesen werden kann.

1.4 Beitrag zur Umweltschonung - eingeschränkter Fahrbetrieb:

Gemäß KFG gilt für ein historisches Automobil eine jährliche Fahrbeschränkung auf 120 Tage und

bei Motorrädern auf 60 Tage. Über die Fahrten muss ein Fahrtenbuch geführt werden, das bei der

Überprüfung gemäß § 57a KFG vorgelegt werden muss.

Im Sinn der Richtlinien der FIVA ist ein historisches Fahrzeug ein solches, das zumindest 25

Jahre alt ist, erhalten und betrieben in historisch korrektem Zustand und in Obsorge einer

Person, die es aus historischem oder technischem Interesse besitzt und nicht als tägliches

Transportmittel benützt.

Seite 3

2. Die sozio-ökonomische Bedeutung des Veteranenwesens

Eine für 22 europäische Mitgliedsländer von der Fédération Internationale des Véhicules Anciens

(FIVA) in Zusammenarbeit mit der University of Brighton im Jahr 2006 erstellte Studie (einsehbar

unter www.fiva.org) brachte folgende Ergebnisse:

2.1 Volkswirtschaftliche Aspekte:

· Das Veteranenwesen erbringt innerhalb der EU eine Wirtschaftsleistung von knapp 17 Mrd.

Euro.

· Mehr als 9.000 Unternehmen in der EU erzielen ihre Einnahmen über Dienstleistungen und

Produkte im Bereich Oldtimer.

· 55.000 Personen sind im Bereich Oldtimer beschäftigt, von denen rund 68 % ihren gesamten

Lebensunterhalt damit bestreiten.

· 43 % der Unternehmen des Oldtimer-Sektors planen Neueinstellungen von Mitarbeitern

innerhalb der nächsten 3 Jahre, 22 % bieten Lehrstellen an, 49 % betreiben regelmäßige

Mitarbeiterfortbildung.

· Rund 3,35 Mrd. Euro der Wirtschaftsleistung werden im Export getätigt, über 4,9 Mrd. Euro

werden für die Bereiche Versicherungen, Fahrzeugkäufe oder -verkäufe, Restaurierung und

Reparatur, Zeitschriften und Bücher, Modelle, Kleidung, Accessoires sowie Betriebsmittel

ausgegeben.

· Für Mitgliederbetreuung, Service und Clubmagazine geben die FIVA-Clubs 39 Mio. Euro aus

sowie 1,8 Mio. Euro für wohltätige Zwecke.

2.2 Kulturelle und gesellschaftliche Aspekte:

· Das Oldtimer-Hobby ist nicht begüterten Schichten vorbehalten – 29 % der

Fahrzeugeigentümer verfügen über ein jährliches Haushaltseinkommen von weniger als

30.000 Euro.

· 78 % der Oldtimer haben einen Fahrzeugwert von unter 15.000 Euro.

· Knapp die Hälfte der Oldtimer-Liebhaber sind zwischen 41 und 60 Jahre alt.

· Innerhalb der FIVA sind 2.000 nationale Clubs organisiert, die mehr als 786.000 Mitglieder

aufweisen. 165.000 Clubmitglieder sind auch Mitglieder in Clubs außerhalb ihres

Heimatlandes.

Seite 4

2.3 Oldtimer und Umwelt

· In der EU liegt der Anteil von historischen Kraftfahrzeugen über 25 Jahre bei nur 0,8 % des

Gesamtbestandes, 1,530.000 Oldtimer sind angemeldet und entsprechen den jeweiligen

Zulassungsbestimmungen ihrer Länder.

· 83 % der Oldtimer werden weniger als 3 Mal pro Woche bewegt.

· 71 % aller historischen Fahrzeuge haben eine Jahresfahrleistung von weniger als 1.500 km.

· Der Anteil der Oldtimer an der gesamten Jahresfahrleistung einschließlich Alltagsfahrzeugen,

die insgesamt im Jahr 2,2 Trillionen Kilometer beträgt, macht mit 1,4 Milliarden Kilometern

jährlich lediglich 0,07 % aus.

2.4 Auf Österreich bezogen ergeben sich daraus folgende Fakten:

· Die Wirtschaftsleistung des Oldtimersektors beträgt in Österreich laut Hochrechnung des

ÖMVV rund 350 Mio. Euro.

· Die Umweltrentabilität aus dem Fremdenverkehr mit Oldtimern, insbesondere durch

Veranstaltungen, ist enorm: So erzeugt beispielsweise alleine die „Ennstal-Classic“ eine

Umwegrentabilität von 10 Mio. Euro in der Dachstein-Tauernregion.

· Die Jahresfahrleistung der Oldtimer ist auch in Österreich verschwindend gering: So gut wie

alle Oldtimer werden während der Wintermonate stillgelegt und ihre Besitzer machen von der

Möglichkeit der Hinterlegung der Kennzeichen bei ihrem Versicherer Gebrauch

Dementsprechend haben Oldtimer mit der winterlichen Feinstaubbelastung überhaupt nichts

zu tun, noch dazu da der Dieselanteil unter Oldtimern verschwindend gering ist.

· Durch die gesetzliche Fahrbeschränkung auf 120 Tage im Jahr (Automobil) bzw. 60 Tage

(Motorräder), mit der die Oldtimer-Freunde ihren Beitrag zur Umwelt schon bei Aufnahme der

„Historischen Kraftfahrzeuge“ in das KFG geleistet haben und die in dieser Form in Europa

einmalig ist, ist der Anteil der Oldtimer an der gesamten Jahresfahrleistung mit Sicherheit

noch geringer als in der EU (0,07 %), also in einem quantitativ absolut zu vernachlässigenden

Bereich, was die Schadstoffbelastung betrifft.

· Da Oldtimer schon aus rechtlichen Gründen (Fahrbeschränkung!) nicht als Alltagsfahrzeuge in

Frage kommen und überdies durch das Wechselkennzeichen ein attraktiver Anreiz besteht,

sie lediglich alternativ zum Alltagsfahrzeug anzumelden, belasten Oldtimerfahrten die Umwelt

nicht zusätzlich: Sie sind „Ersatzfahrten“ anstelle von Fahrten mit dem Normalfahrzeug, die

praktisch ausschließlich in der Freizeit getätigt werden.

· Oldtimer sind gerade in Österreich aufgrund der bestehenden rechtlichen Einschränkung im

KFG, ihrer im Gesamtzusammenhang verschwindend geringen Fahrleistung, ihrer geringen

Anzahl und ihrer typischen Verwendungsart keine Verursacher von Verkehrs- oder

Umweltbelastungen.

Seite 5

3. Wünsche an den Gesetzgeber in Bund und Land:

Die umfassende und kluge rechtliche Behandlung der historischen Kraftfahrzeuge im KFG stellt gute

Rahmenbedingungen für eine sinnvolle Eingliederung und Koexistenz der historischen Kraftfahrzeuge

in die verkehrs- und umweltpolitischen Maßnahmen von Bund und Ländern dar.

Es muss aber auch für die Zukunft sichergestellt bleiben, dass Maßnahmen zum Umweltschutz, die

Probleme des Massenverkehrs betreffen, nicht die Existenz der historischen Fahrzeuge bedrohen,

wenn solche Maßnahmen – ohne Unterschied und sicher unbeabsichtigt – beim Baualter oder bei

technischen Spezifikationen von (jüngeren) Massenfahrzeugen anknüpfen. Es darf nicht übersehen

werden, dass historische Kraftfahrzeuge eine eigene, für sich typische und schützenswerte

Fahrzeugkategorie sind, die sich grundsätzlich von Alltags- und Massenfahrzeugen unterscheidet.

Im vom Europäischen Parlament am 29.9.2005 angenommenen Bericht zur Verkehrssicherheit heißt

es dazu programmatisch:

„Das Europäische Parlament ist lebhaft interessiert, das durch historische Fahrzeuge

repräsentierte kulturelle Erbe zu erhalten; es fordert daher dazu auf, bei geplanten

gesetzgeberischen Maßnahmen, unbeabsichtigte, möglicherweise negative Effekte zu

bedenken, die den Gebrauch – und damit also die Erhaltung – historischer Fahrzeuge treffen

könnten.“

Eingedenk der Verantwortung, die die Verbände und Clubs des Motorveteranenwesens als Bewahrer

technischen Kulturgutes sowohl für die Geschichte als auch für die Umwelt empfinden, werden

folgende Maßnahmen angeregt, die die besondere Stellung der Motorveteranen unterstreichen und

helfen sollen, mit Augenmaß die Umweltmaßnahmen der Verkehrspolitik zu unterstützen:

· Anhebung der Baujahresgrenze von bisher 25 Jahren auf 30 Jahre nicht nur im Erlasswege,

sondern durch bundesgesetzliche Verankerung im KFG und stärkere gesetzliche Verankerung

dieser Fahrzeuggruppe durch Anerkennung als eigene Fahrzeugkategorie.

· Förderung und Anreiz der Eintragung „Historisches Kraftfahrzeug“ in das

Genehmigungsdokument mit der Konsequenz der Fahrbeschränkung auf 120 bzw. 60 Tage

durch „kraftfahrhistorische Prüfstellen“ analog der prüfberechtigten Werkstätten bei

entsprechend qualifizierten Clubs, welche die Regeln des internationalen Dachverbandes

FIVA für die Klassifizierung historischer Fahrzeuge anwenden und solche Begutachtungen

durchführen dürfen.

· Erweiterung der Berechtigung der Führung von Probefahrtkennzeichen - auch für

Sammlungen und Museen mit privater oder gemeinnütziger Trägerschaft.

· Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung der Oldtimer durch Abschaffung des Zuschlages

für KAT-lose Fahrzeuge.

· Generelle Ausnahme von Fahrverboten gem. IG-Luft für historische Kraftfahrzeuge (mit

Eintrag der historischen Eigenschaft im Zulassungsschein), selbstverständlich im Rahmen der

derzeit generell bestehenden Fahrbeschränkung von 120 bzw. 60 Tagen.

· Ausnahme von Wochenendfahrverboten und Fahrverboten gem. StVO auf Landstraßen für

historische Lkw und Nutzfahrzeuge (mit Eintrag der historischen Eigenschaft im

Zulassungsschein).

· Spezielle kostengünstige Regelungen für die Autobahn-Maut für Oldtimer, vor allem für

solche, die auf Wechselkennzeichen zugelassen sind.

Seite 6

Referenzen und Adressen:

Österreichischer Motor-Veteranen-Verband (ÖMVV)

Dachverband für das Historische Fahrzeugwesen

2486 Pottendorf, Marktplatz 10

Tel.: 02623/72161, E-Mail: info@oemvv.at

Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV)

1150 Wien, Hütteldorferstraße 1

Tel.: 01/9856770, E-Mail: amv@austria-motor-veterans.at

Österreichischer Motor-Veteranen-Club (ÖMVC)

1130 Wien, Nästlbergergasse 26

Tel.: 01/54625-0, E-Mail: projekt@kallco.at

Österreichische Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen (ÖGHK)

1150 Wien, Hütteldorferstraße 1

Tel.: 01/9856770, E-Mail: president@austria-motor-veterans.at

Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC)

Club-Historic & Oldtimer

1010 Wien, Schubertring 1-3

Tel.: 01/ 71199-0, E-Mail: oldtimer@oeamtc.at

Auto-, Motor- und Radfahrerbund (ARBÖ)

1150 Wien, Mariahilfer Straße 180

Tel.: 01/891 21-0, E-Mail: id@arboe.at

Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

Referent: KR Franz Steinbacher

Tel.:0664/206 82 20, E-Mail: oldtimer@steinbacher-online.at

 

 

 

Bela Barenyi Preis 2009 geht an Prof. DI Dr. Fritz Indra

 

Hohe Auszeichnung für verdiente Personen der österreichischen Veteranenszene.

Am 2. November 2009 wurde bereits zum fünften Mal der Bela Barenyi Preis in der ÖAMTC Zentrale am Schubertring vor großem Publikum vergeben. Die Auszeichnung wurde heuer an Prof. Dipl.Ing.Dr. Fritz Indra vergeben.

Fritz Indra

Fritz Indra war von 1985 bis 1998 Direktor Vorausentwicklung der Adam Opel AG und damit auch ein „Bruder im Geiste“ von Bela Barenyi. Er entwickelte Hoch- und Höchstleistungsmotoren ebenso wie verbrauchsgünstige und umweltfreundliche Motoren und Antriebstechniken. Aber auch in der Motorenentwicklung im Motorsport war er erfolgreich. Für Opel-Motore, die im Werk Aspern gebaut werden, erhielt Fritz Indra 1998 das große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Bela Barenyi Preis 2007 an Martin Pfundner verliehen  

 In der Zentrale des ÖAMTC am Schubertring wurde am 12. November abends der Bela Barenyi Preis 2007 vergeben. Als Preisträger wurde Martin Pfundner einstimmig vom Komitee erwählt. 

In seiner Begrüßung berichtete der Generalsekretär des ÖAMTC  Dkfm. Hans Peter Halouska  über die Geschichte des Hauses und die Bereitschaft des Clubs für die Anliegen der Motorveteranenszene immer ein offenes Ohr zu haben. Dr. Karl Strobel, Alleinvorstand der Robert BOSCH AG, dem Sponsor des Preises, erinnerte an das schöpferische Potential des Namensgebers Bela Barenyi, wahrscheinlich dem potentesten österreichischen Erfinder am automotivem Sektor. Es boten sich Vergleiche zu den laufenden Innovationen im Tätigkeitsbereich der Firma Bosch an. 

ÖAMTC-Vize-Präsident und OSK-Vorsitzender Univ.Prof. Prim. Dr. Harald Hertz ging in seinen Worten auf die zur gleichen Zeit im ÖAMTC-Schalterraum eröffneten kleinen Ausstellung „50 Jahre Fiat 500“  ein und brachte einen liebevollen Überblick über die Geschichte des Steyr Puch 500, unter besonderer Berücksichtigung des Stellenwertes des Fahrzeuges als Pannenfahrzeug des Clubs. 

Als echter Weggefährte und Zeitzeuge ging ORF-Motorsportexperte Heinz Prüller in seiner Laudatio für den Ausgezeichneten auf dessen Lebenswerk ein. Launig erfuhr die Festversammlung von den aktiven Auftritten und von den später vorwiegend organisatorischen Höhepunkten österreichischer Motorsportgeschichte des Martin Pfundner. Seine besonderen Verdienste liegen auch in der Aufzeichnung der österreichischen Motorsportgeschichte, die er jahrelang mitgestaltet hat und in seinen verschiedenen Büchern veröffentlichte, um sie der Nachwelt zu überliefern. Einen Berufeneren dafür kann es in Österreich nicht geben. 

Mit sichtlicher Bewegung und Überraschung empfing der Geehrte die Auszeichnung aus der Hand des AMV Präsidenten Mag. Heinz Clostermeyer um danach mit gerührten Worten zu danken. 

Der Bela Barenyi Preis wurde 2005 erstmalig vergeben und wird seitdem alljährlich gegen Jahresende  im Rahmen einer Feierstunde der jeweilige Preisträger präsentiert. Die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV) steht unter der Patronanz der Robert BOSCH AG und wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Besonderen um die historische Kraftfahrt verdient gemacht haben. Das jeweils im Frühherbst tagende Komitee bewertet einerseits das Lebenswerk von Kandidaten, die als  Aktive in der aktuellen Szene als auch solche die durch außergewöhnliche Leistungen in der Vergangenheit im Österreichischen Kraftfahrwesen sich hervorragende Verdienste erworben haben. Aber auch besondere Förderung oder Einsatz im Einzelnen und für einzelne Projekte als auch Projekte selbst im Dienste der historischen Kraftfahrt sind in den Satzungen als förderungswürdig und auszeichnungswürdig  angesehen. Bisherige Preisträger sind Frau Patricia H. Fischer und Herr Prof. DI. Dr. Ernst Fiala. Nun gibt es mit Martin Pfundner den dritten Bela Barenyi-Preisträger.  

  

MARTIN PFUNDNER   Lebenslauf: 

Geboren 1930 in Wien; Chemie-Studium an der Technischen Hochschule Wien (auch ein Term Cambridge University), Eintritt in die Glockengießerei Josef Pfundner, zuletzt Prokurist, bis 1971. 1975 Direktor, British Leyland Austria; 1984 Vorstandsdirektor General Motors Austria bis zur Pensionierung 1996.

 Mitgründer und Herausgeber der Auto Revue, Wien (1964-1975), Chefredakteur Auto-Jahr, Lausanne (1973-1998). Co-Autor der Österreichischen Automobil-Geschichte (Hans Seper-Martin Pfundner-Hans Peter Lenz, 2000), Autor Vom Semmering zum Grand Prix (Böhlau-Verlag 2003), Alpine Trials & Rallies (Veloce Publishing, Dorchester 2005), Die Alpenfahrt (Böhlau-Verlag 2005), Die Auto-Österreicher (Biographien, Verlag Auto & Wirtschaft 2006) und Austro Daimler & Steyr, Rivalen bis zur Fusion (Böhlau-Verlag 2007).

 Teilnahme an Alpenfahrten und anderen Rallyes (1951-1957); Rennleiter des ersten Flugplatzrennens am Kontinent (Wien-Aspern 1957), Aufbau des Flugplatzrennens Zeltweg bis zum Formel 1-Grand Prix als Weltmeisterschaftslauf (1959-1964). Mitglied der Obersten Nationalen Sportkommission 1958-1973, Vorstandsmitglied ÖAMTC 1965-1973; Mitglied der Commission Sportive Internationale, Paris (1964-1973, ab 1967 Vizepräsident); Vorstandsmitglied der Fédération Internationale de l’Automobile, Paris (1967-1973). 

Vorsitzender der Österreichischen Automobil-Importeure in der Industriellenvereinigung 1990-2000, seither Ehrenvorsitzender;. langjähriger Vizepräsident des Jockey Club. 

Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich; Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich; Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien; Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

  Bela Barenyi Preis 2006 :

 

 Im Bild: Ehrengast Frau Prof. Elisabeth Barenyi mit Preisträger 2006 Prof. DI Dr. Ernst Fiala. Rechts: Dr. Karl Strobl, Alleinvorstand Rob. BOSCH AG,  links  Präs. Mag. Heinz Clostermeyer

Am 23. Oktober wurde nunmehr zum zweiten Male der Bela Barenyi Preis in den Räumlichkeiten des ÖAMTC am  Schubertring vor großem Publikum und unter Anwesenheit der Schwester des Namensgebers, Frau Professor Elisabeth Barenyi vergeben. Die Auszeichnung wurde heuer Professor DI  Dr. Ernst Fiala für sein Lebenswerk zugesprochen und das noch dazu einstimmig, wie das Komitee der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen betonte. Festredner war ÖAMTC Vizepräsident Prim. Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, freundliche Begrüßungsworte kamen von Generalsekretär Dkfm. Hans Peter Halouska.  Dr. Karl Strobel, Alleinvorstand der Robert BOSCH AG erläuterte unter anderem die Initiative der Firma für historische Kraftfahrzeugersatzteile.

Der Bela Barenyi Preis wurde 2005 erstmalig vergeben und wird seitdem alljährlich gegen Jahresende  im Rahmen einer Feierstunde der jeweilige Preisträger präsentiert. Die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV) steht unter der Patronanz der Robert BOSCH AG und wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Besonderen um die historische Kraftfahrt verdient gemacht haben. Das jeweils im Frühherbst tagende Komitee bewertet einerseits das Lebenswerk von Kandidaten, die als  Aktive in der aktuellen Szene als auch solche die durch außergewöhnliche Leistungen in der Vergangenheit im Österreichischen Kraftfahrwesen sich hervorragende Verdienste erworben haben. Aber auch besondere Förderung oder Einsatz im Einzelnen und für einzelne Projekte als auch Projekte selbst im Dienste der historischen Kraftfahrt sind in den Satzungen als förderungswürdig und auszeichnungswürdig  angesehen.

Professor DI  Dr. Ernst Fiala ist eine ganz besondere Persönlichkeit in Österreichs Automobilgeschichte. Nicht nur dass er unter anderem im Team bei Daimler Benz mit Bela Barenyi in der PKW Entwicklung in Stuttgart wirkte, schuf er vor allem auch die Grundlagen für die Konstruktion des VW Golf, bemerkte Mag. Heinz Clostermeyer, Präsident der AMV bei der Übergabe des Ehrenpreises. 

Mit der Feierstunde wurde im Gedenken an Meilensteine Österreichischer Automobilbaukunst die Sonderausstellung „Austro-Tatra – Österreichische Automobilgeschichte aus Simmering“ eröffnet. 

       

Gleichzeitig konnte der Geburtstag von Frau Prof. Barenyi gefeiert werden. Links: Der ÖAMTC Vizepräsident Primarius Univ. Prof. Dr. Harald Herz bei der Übergabe der Bronzeskulptur.

Prof. DI Dr. Ernst Fiala 

Lebenslauf   

 

Geboren 2.9.1928 in Wien,

Volksschule und Realgymnasium in Wien 3,

1944 bis Kriegsende Luftwaffenhelfer, 1947 Matura

Studium des Maschinenbaus an der TH-Wien, 1952 Dipl.Ing.,

 

1952-54: Assistent am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrwesen der TH-Wien, 1954 Dr.techn.

 

-1963: Versuchsingenieur der Daimler-Benz AG, zuletzt Leiter der Versuchsabteilung PKW-Aufbauten,

 

-1970: o.Prof. der TU-Berlin, Direktor des Instituts für Kraftfahrzeuge und der Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr an der TU-Berlin,

      1966: Visiting Professor am MIT

 

-1988: Leiter des Konzernbereichs Forschung, ab 1972 Leiter der Forschung und Entwicklung, 1973 Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG,

 

seither Honorarprofessor der TU-Wien.

 

Ehrendoktor der Universitäten Heidelberg und Kragujevac, Träger des VDI- und Dieselrings, der Benz-Daimler-, Exner-, Karmarsch- und Prechtel-Medaille, des VDI-Ehrenzeichens, des Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst, des steirischen und österreichischen Verdienstordens und anderer internationaler Auszeichnungen.

Zahlreiche Veröffentlichungen und Patente.

 

Prof. Ing. Bela Barenyi 

Mit über 2500 angemeldeten Patenten ist Bela Barenyi sicherlich einer der schöpferisch potentesten österreichischen Entdecker, Entwickler und Erfinder im Automobilwesen. In praktisch jedem Automobil und das gilt vor allem auch heute noch, ist ein Stückchen von Barenyi, heißt eine  allgemein gültige Weisheit. Spitzenentwicklungen Barenyis waren die Fahrgastsicherheitszelle mit leicht verformbarem und energieverzehrendem Drumherum und vor allem die Sicherheitslenksäule, die die gefährlichen Lenkspieße ablöste. Alles Entwicklungen zur Hebung der aktiven und vor allem auch der passiven Sicherheit im Kraftfahrzeugbau, zu einer Zeit in der noch niemand davon etwas wissen wollte. Dadurch erst um Jahrzehnte später beim Bau von Fahrzeugen angewandt und dem Käufer erwerbbar gemacht, wurden Barenyis Entwicklungen noch unentbehrlicher und sicherlich mehr als segensreich. Nicht zuletzt war Barenyi der Urvater und Schöpfer des Konzepts des Volkswagens (Käfer) der von Porsche schließlich vermarktet wurde. 

Barenyi wurde am 1. März 1907 in Hirtenberg. Niederösterreich geboren. In der Familie waren Physik und Technik zuhause. Der Onkel besaß alleine in Deutschland über hundert Patente auf dem Gebiet der Optik, der Vater war Professor für Naturwissenschaft  In der Fabrikantenfamilie machten überaus begabte Mitglieder als Privatgelehrte und Künstler diese zu einer Quelle von Innovationen und Schöpfungen. Unter solchen Voraussetzungen beendete Barenyi bereits 1925 seine Studien über Maschinenbau und Elektronik an einer privaten Lehranstalt in Wien erfolgreich, wobei er bereits als 17jähriger sein erstes Patent anmeldete. Schon damals interessierten ihn Kraftfahrzeuge besonders und brachte er seine ersten Ideen zu einem „Volkswagen“ als Abschlussarbeit zu Papier. 

Ab 1927 wirkte er in den Steyr Werken, später bei der ÖAF (Austro-Fiat). Danach zog es ihn nach Frankfurt. Hier machte er bei den Adler Werken kurz Station. Als Fachmann für Schwingungslehre war er danach in Berlin bei Getefo tätig um endlich bei Daimler Benz in Sindelfingen ein bis zur Pensionierung 1974 dauerndes Wirkungsfeld zu finden. Hier entwickelte er alle seine sicherheitsrelevanten Grundsätze zum Bau von modernen Fahrzeugen. Dass diese praktisch erst 30 oder gar 40 Jahre später umgesetzt und allgemein gültige Sicherheitsrichtlinien wurden, lag nicht in seiner Macht. Seine Postulate waren ihrer Zeit weit voraus und damals auch noch schwer verkäuflich. Passive Sicherheit im Kraftfahrzeug ist erst heute ein richtiges Bedürfnis. Der offiziell von ihm geführte Titel bei Daimler Benz „Leiter der Pkw-Vorentwicklung“ sagt hiezu eigentlich schon alles. Trotzdem müssen wir ihm um sein Bemühen und seine Pionierleistungen dankbar sein, retteten seine Ideen als „Vater der passiven Sicherheit“ im Automobil tagtäglich Leben.

Barenyi starb 1997, noch bis zuletzt tätig im Dienste der Sicherheit und Innovationen im Kraftfahrzeugwesen. Höchste Ehrung erfuhr der begnadete Techniker in der Aufnahme in die „Automotive Hall of Fame“ in Detroit, dem Olymp der ganz großen Persönlichkeiten der Automobilindustrie.

 

Die Schautafeln der Austro Tatra Ausstellung im ÖAMTC Clublokal Wien, Schubertring 1-3

Selbst in der eben im Verlag Classique Car Library Ldt, USA erschienenen neuesten Biographie Bela Barenyis findet der Bela Barenyi Preis Eingang.

 

AMV 2006 – Leistungen für                   Motorveteranenbetreiber                                                                                                                                           

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Funktionären der AMV (Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen). So manches durchaus erfreuliches konnte für die Betreiber von historischen Motorfahrzeugen erreicht werden: 

Egal wie man zu „Licht bei Tag“ bei Kraftfahrzeugen steht – es ist gesetzliche Vorschrift. Nur der AMV und ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass mit entsprechenden Partnern wie z. B. dem ÖAMTC und der Zusammenarbeit mit der Bundeswirtschaftskammer die Ausführung und Erfüllung der Vorschrift für historische Kraftfahrzeuge auf „in etwa Wirkung“ (Gesetzestext) der sonst penibel vorgeschriebenen Einrichtung bei normalen Kraftfahrzeugen eingeschränkt wurde. Wir können also denkmalpflegerisch vorgehen und in zum Beispiel historischen Beleuchtungskörpern fast unmerklich Tagfahrlicht einpflanzen oder stromschonend LED – Leuchtmittel verwenden, ohne Rücksicht auf E, A oder sonstige ECE Prüfzeichen. Ganz zu Schweigen von einem von anderer Seite empfohlenen völlig unnötigen Einbau in historische Fahrzeuge von komplizierten Relais oder selbsttätigen Schaltern und das noch dazu in Fahrzeuge die teilweise original nicht einmal eine Stromquelle an Bord haben. 

Die Auszeichnung von Betrieben, die Wert auf unsere Kundschaft legen und uns preiswert und gut bedienen ist ein großer Erfolg. Die AMV hat heuer im Frühjahr begonnen solche Betriebe sichtbar mit Empfehlungstafeln auszustatten und so auch öffentlich sichtbar zu machen. Mittlerweile hat ein Run von Betrieben auf diese Auszeichnung begonnen, nicht jeder aber wird entsprechend bedient. Preis, Leistung und auch Bereitwilligkeit im Motorveteranenmarkt wirklich und effektiv mitzutun werden genau überprüft. Freunderlwirtschaft ist hier nicht gefragt auch Funktionäre der Wirtschaftskammer überprüfen die Bonität der Betriebe und ohne deren Zustimmung wird keine Tafel verliehen. Übrigens werden die Betriebe auch weiterhin auf ihre Einstellung zum Veteranengeschäft und ihre Leistungen kontrolliert und eine einmal verliehen Auszeichnung kann auch leicht wieder entzogen werden. 

Letztlich wurde auch die alljährliche Verleihung des „Bela-Barenyi-Preises“ zum besonderen Hit. Nicht nur, dass das Interesse daran bis nach Nordamerika reichte, wovon einige Anfragen und auch ein Besuch in Wien davon Zeugnis ablegten, selbst die leibliche Schwester Bela Barenyis, Frau Professor Elisabeth Barenyi ließ es sich nicht nehmen, bei der letzten Verleihung persönlich anwesend zu sein und somit der AMV und den geladenen Gästen die Ehre zu geben. Übrigens auch der Preisträger 2006 spricht für sich selbst: Prof. DI Dr. Ernst Fiala, ist ein mehr als würdiger Träger dieser Auszeichnung, die unter der Patronanz  der Firma Robert BOSCH AG steht. Der Festakt fand unter Beisein von Präs. Doz. Prof. Dr. Harald Hertz und Generalsekretär Hans Peter Halouska  in der Zentrale des ÖAMTC statt. 

Auch auf dem Veranstaltungssektor konnte mit der Kreation und Organisation  des „Exelberg Memorials“ eine Sternstunde verbucht werden. Selten waren in Österreich sechs London Brighten Runner, noch dazu trotz fürchterlichem Wetter am Start einer Veranstaltung. Auch die anderen der siebzig Starter konnten sich wahrlich sehen lassen, waren es doch ausschreibungsgemäß alles nur wirklich historisch wertvolle Fahrzeuge. 

Ein weiteres arbeitsreiches Jahr liegt nunmehr wieder aber auch vor der AMV: So mancher Weg muss fortgesetzt, neue Initiativen gesetzt werden. Die Probleme der elektronischen Typengenehmigung sind für Motorveteranen noch nicht einmal ganz erkannt, geschweige denn bewältigt. Die Aufrechterhaltung der Möglichkeit sich mit  historischen Lastkraftwagen auf Strassen weiter frei bewegen zu können muss rechtlich abgesichert werden. Die unlogischen, teilweise wirklichkeitsfremden Bestimmungen der im Paragraf 57 a Überprüfungskatalog für historische Kraftfahrzeuge geforderten Werte muss reguliert und für diese Fahrzeuge erreichbar und praktikabel gemacht werden. Das Exelberg Memorial muss 2007 weiter bestehen bleiben und auch wieder organisiert und weiter attraktiv gestaltet werden, weitere notwendige Sponsoren für förderungswürdige Veranstaltungen gefunden werden... usw.

 

 

Tagfahrlicht:   

Historische Kraftfahrzeuge:

Ausnahmebestimmung für Tagfahrlicht auf Initiative von ÖAMTC und AMV 

Voraussehend und rechtzeitig haben sich ÖAMTC und ein Expertenkomitee der AMV (Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen) schon im Frühjahr 2005 zu einer Enquete zusammengesetzt um Möglichkeiten zu besprechen, welche Ausnahmen für historische Kraftfahrzeuge im Falle der landesweiten Einführung von Tagfahrlicht tragbar erscheinen. Man ging vor allem richtigerweise davon aus, dass eine vollkommene Freistellung der Beleuchtungspflicht der Sicherheit wegen nicht dienlich erscheint. Ein gänzlich unbeleuchtetes Fahrzeug unter nur beleuchteten sollte nicht sinnvoll sein. So zeigte man technische Lösungen auf, die selbst für lichtmaschinenlose bzw. brustschwache Lichtnetze aufweisende Fahrzeuge verträglich und  möglich sind. Auch die möglichst unveränderte optische  Erscheinung des historischen Fahrzeuges sollte dabei möglichst erhalten bleiben und keine Eingriffe offensichtlich werden. Die technische Voraussetzung bezüglich Baugröße und leichter Unterbringungsmöglichkeit in zum Beispiel schon vorhandenen originalen Beleuchtungskörpern als auch die sparsamste Stromaufnahme bei notwendiger Beleuchtungsstärke ließ Leuchtdioden (LED) als Leuchtmittel dienlich erscheinen. Diese sind aber lt. KFG bei der Verwendung in Scheinwerfern nicht zulässig. So mussten zwei Bestimmungen umgangen bzw. erlassen werden: Die Verwendung von stromfressende Glühbirnen (als Leuchtmittel im Gesetz vorgeschrieben) als auch die Kennzeichnung einer Bewilligung bzw. Typprüfung der Beleuchtungseinrichtung mittels ECE, E oder A Prüfzeichen sollte nicht hiefür notwendig sein. Eine Vorführung durch einen Fachmann der Firma BOSCH beeindruckte, das Konzept überzeugte auch den vorerst eher skeptischen ÖAMTC Rechtsexperten Mag. Martin Hoffer. Bei Einführung der Tagfahrlichtpflicht war dann bei einer Vorsprache und nach Vorlage des entsprechenden Schriftstückes über das Ergebnis der Enquete vor den federführenden beamteten Experten im Verkehrsministerium der Weg zur Lösung des Problems geebnet. Das Verständnis war groß und der Kompromiss für beide Seiten mehr als akzeptabel. Historische Kraftfahrzeuge bedürfen zwar jetzt im Betrieb des Tagfahrlichts, die Beleuchtungseinrichtung braucht aber kein Prüfzeichen und sollte (wörtlich in der Durchführungsbestimmung) „in etwa Wirkung“ (Lichtleistung) des jeweils per ECE Norm vorgeschriebenen Tagfahrlichts aufweisen. Auch jegliche anderen Vorschriften für Einbau und Bedienung (Relais oder automatisches Einschalten bei laufendem Motor, vor allem bei sonst „stromlosen“ Fahrzeugen) sind nicht notwendig. So kann sowohl der Sicherheit als auch der notwendigen Denkmalpflege bei historischen Kraftfahrzeugen genüge getan werden und historische Kraftfahrzeuge können ohne Gefährdung und Krampf im öffentlichem Verkehr weiter beweget werden.

Nunmehr positive gesetzliche Lage für historische Fahrzeuge

Erlass  GZ.BMVIT-179.340/0008/ST4/2005 vom 27.12.2005 hilft ! 

Historische Kraftfahrzeuge die bereits bewilligt sind (EG vorhanden) und bei denen keine elektrische Beleuchtungseinrichtungen vorgesehen sind, bedürfen auch keinerlei Einrichtungen zum Betrieb von Tagfahrlicht. Weitere neue solche Bescheide (EG) werden jedoch in Zukunft nicht mehr ausgestellt. 

Alle anderen historischen Kraftfahrzeuge also solche die „normales elektrisches Licht“ an Bord haben, müssen auch mit Tagfahrlicht in Österreich nunmehr unterwegs sein, dh. in der Praxis Abblendlicht verwenden.

Sollten jedoch eigene Tagfahrleuchten verwendet werden so genügen solche die „ in etwa Wirkung“ (wörtlicher Erlasstext) der jeweiligen ECE Regelung erfüllen. Ein Prüfzeichen ist für solche Leuchten nicht erforderlich !

Dies ermöglicht z.B. auch die Verwendung von Leuchtdioden (LED) als Leuchtmittel, was die technisch beste (sanfteste) Lösung darstellt, die sowohl historisches Erscheinungsbild als auch historische Elektrotechnik nicht gefährdet.

                                                                                                                               

Orientierungshilfe für Motorveteranenhalter: 

AMV zeichnet empfohlene Fachbetriebe sichtbar aus.          

Man kennt sie, fährt oft vorbei und holt sich manchmal kalte Füße. Nicht jeder Fachbetrieb – auch recht gute – nehmen  Aufträge von Veteranenhaltern an. Allzu oft musste man schon hören, dass man so was nicht mehr repariert oder wozu man so was überhaupt noch braucht. Es sind aber nicht immer Ganzrestaurierungen wo es einschlägige und auch bekannte Betriebe gibt – die von uns ohnehin frequentiert werden. Gesucht werden Betriebe, oft für Kleinigkeiten, teilweise gar nicht mehr im Bereiche von heutigen Kraftfahrzeugbetrieben: Holzarbeiten, Tapeziererarbeiten zum Beispiel usw. Das Knowhow wäre ja zwar noch oft vorhanden aber am Willen zur Arbeit fehlt es halt oft. Wer will sich schon heute noch schmutzig machen – mit EDV und im weißen Arbeitsmantel geht da bei unseren Fahrzeugen eher wenig bis gar nichts. Und letztlich bezahlen sollte man die Arbeit auch noch können – Goldpreise oder auch Rohölpreise kennen wir auch schon zur genüge.

Um hier eine Abhilfe zu schaffen hat die Arbeitgemeinschaft für Motorveteranen (AMV) eine Orientierungstafelaktion ins Leben gerufen und begonnen Betriebe aller Art zu kennzeichnen, die sich gerne, gut und auch noch preiswert mit Aufträgen von Motorveteranenhaltern beschäftigen. Ermöglicht wurde die Aktion durch die Firmen Vredestein Reifen und DEKRA als Sponsoren und das ÖAMTC Veteranen Infobuch und die Österreichische Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen als Informationsträger.

So werden ab Jänner 2006 Betriebe, die sich das Vertrauern von der Veteranenszene verdienen mit der Informationstafel der AMV „ Empfohlener Fachbetrieb – Historische Fahrzeuge“ ausgezeichnet. Die Überreichung der Tafel an den Meister oder die Arbeitscrew, nach der erfolgten genauen Prüfung durch eine Kommission in der auch Mitglieder der WKO vertreten sind, gestaltet sich meist als wahre Feier. Oft sind auch noch Vertreter der lokalen Presse anwesend und verbreiten dann die Kunde über die Auszeichnung im Einzugsgebiet des Betriebes. Für die weitere Zeit ist er mit dem Gütesiegel der AMV gekennzeichnet und  jeder „historische“ neue Kunde weiß von vorneherein, dass er dort gut aufgehoben ist. Das Gütesiegel bleibt aber nicht für alle Zeit. Überprüfungen müssen laufend ergeben, dass der Betrieb den Anforderungen unserer Mitglieder auch weiter gewachsen ist und die geforderte Leistung auch weiterhin erbringt – sonst wird die Tafel wieder eingezogen. Gerne nimmt die AMV auch Anregungen zur Auszeichnung von einschlägigen Betrieben von jedermann mit guten Erfahrungen, die mitgeteilt werden sollten, entgegen.

Liste der bisher ausgezeichneten Fachbetriebe:                                                        (Stand: 1. August 2007) 

AUTOKLINIK-  Kfz-Werkstätte

Inh. E. Müller

2282 Großhofen  Nr. 32 bei Groß Enzersdorf  

Tel.: 02248/2517

                                    

 

BRUCKNER`S OLDIEKLINIK

Restaurierung von Oldtimern

Eichetstraße 7,

5020 Salzburg

Tel.: 0662/825555

                      

 

DEKRA Austria Automotive GmbH

Hetmanekgasse 14

1230 Wien

Überprüfungen (§ 57a) mit besonderer Liebe zu historischen KFZ

Tel.: 01/6981320 

                             

 

FRANTZ  CLASSIC CARS GmbH

Motoren und Fahrzeuginstandsetzung - Restaurierung

Ortsstraße 12 

2331 Vösendorf

Tel.: 01/ 699 23 64   

                                     

JOCHS Karl

Feingusstechnik

Marktgasse 58

1090 Wien

Tel.: 01/3174574   

                                  

 

KNIEZANREK Helmut

Kfz-Vergasertechnik

Czerningasse 7

1020 Wien

Tel.: 01/2145432 

                                  

 

LANGER Hans

Kühler-Service-Meisterbetrieb

Dingelstedtgasse 10

1150 Wien

Tel.:01/892168   

                                  

 

LEDL Anton

Tischlermeisterbetrieb - Restauration sämtlicher Holzteile historischer Kfz.

Gymnasiumstrasse 11

1180 Wien

Tel./Fax :01/47 96 772

E-Mail: rainer.posch@tischlerei-ledl.at

Internet:www.tischlerei-ledl.at

 

                                     

  

LEITNER Franz GmbH,

Karosseriefachbetrieb

Hauptstraße 4

8793 Trofaiach

Tel.: 03847/3733-0

 

METRINCH

Haardt & Co GmbH

1180 Wien, Staudg. 55

Tel. 01/4083466

Fax: 01/4084538

E-Mail: metrinch.austria@chello.at

Internet: www.metrinch.at

                                

MÜLLER-Zentrum

Kfz-Reparaturwerkstatt mit Partnerbetrieben

Hauptstraße 72

2291 Lassee

dzt. noch keine Telefonnummer-Info unter: 02248/2517 

                                     

PERSICANER &   Co. Ges.m.b.H.

Großhandel mit technischem Bedarfsartikel

Leebgasse 64

1100 Wien

Tel.: 01/6040171-0

 

ROBERT PROKSCHI

Kleinwagen-Ersatzteilehandel

Römerweg 17

2752 Wöllersdorf

Tel.: 02622/42417

                              

 

                                                                                                                                              

SATTLER Josef

Kfz-Meisterbetrieb – Feuerwerksanstalt

Römerweg 15

2752 Wöllersdorf  

Tel.: 02622/42043

                                 

 

SCHAFFER Manfred

Kfz-Meisterbetrieb

Gewerbestraße 16

2753 Markt Piesting  

Tel.: 02633/41113

                                 

 

SIEMS & KLEIN

Kfz-Werkstatttechnik

Großmarktstrasse 10-12

1230 Wien

Tel.: 01/61008, Fax: 6167444

E-Mail: office@siems-klein.at     

 

                           

                                                                                                                                        

VATER  Kraftfahrzeugreparatur GmbH

Volvo Spezialwerkstätte

Staudgasse 57

1180 Wien

Tel.: 01/4058237, Fax: 01/4091959

E-Mail: info@vater.at , htpp://www.vater.at  

 

WOLF Dichtungen GmbH  Wien

1220 Wien, Fliegerweg 30

Tel. 01/2826348-0, Fax + 75

E-Mail: office@wolfdichtungen.at

Internet: www.wolfdichtungen.at

                                  
 

 

OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO

 

 

 

                                                                                                                                                                                Foto: Gerald Kerschbaum

BOSCH und AMV vergeben 2005 erstmals den 

Bela Barenyi Preis

Presse-Festakt im Oktober.

Der Bela Barenyi-Preis wurde 2005 zum ersten Mal vergeben. Er wurde von der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV) ins Leben gerufen, um nunmehr jährlich jene Persönlichkeit zu ehren, die hervorragende Leistungen zur Förderung der Traditionspflege für das historischen Kraftfahrwesen geleistet hat.

Da der Drang des Menschen nach Freiheit seit jeher das Kraftfahrwesen ungeheuer verkörpert hat, vollendet erst die Sicherheit dazu, unsere Möglichkeiten. So gesehen, ist der Vater der Kraftfahrsicherheit - wie Barenyi immer schon genannt wurde - das würdigste und unbestreitbare hervorragendeste Leitbild für das Kraftfahrwesen. Die Firma BOSCH, die so alt wie die Kraftfahrt selbst ist - und nicht nur Produzent sondern auch Vorkämpfer für die Motorisierung und gerade auch für diese Ideen war und ist - unterstützt in würdiger Weise die Auszeichnung für die erwählten Persönlichkeiten, die mit dem Preis geehrt werden.

In einer geheimen Abstimmung wählt ein Komitee den jährlichen Preisträger. Dieser wird im Rahmen eines Presse-Fest-Aktes im Oktober proklamiert. Die heuer zur Ehrung vorgesehene Person ist seit Jahrzehnten im Dienste der österreichischen Motorveteranenszene unermüdlich aktiv tätig und hat das Geschehen in dieser auf das Positivste beeinflusst.

„Oscar“ der österr. Veteranenszene verliehen

 

Der Bela Barenyi-Preis als höchste Auszeichnung

 

   

Der Hausherr der ÖAMTC-Zentrale in Wien I, Schubertring Generalsekretär Dkfm. Peter Halouska begrüßte zu Beginn der Veranstaltung den Alleinvorstand der Robert Bosch AG Österreich, Herrn Dr. Uwe Thomas, der extra einen anderen Termin verschoben hatte, um hier sein zu können.

 

Weiters den Vice President Corporate Communication von Bosch, Herrn Herbert Zimmermann, der selbst mit großem Einsatz an der Realisierung dieses Doppel-Projektes gearbeitet hat.

 

Und Norbert Jurkowitsch, seit 30 Jahren verantwortlich für Bosch – Motorsport.

 

Der Dank, das ÖAMTC-Haus als Veranstaltungsort ausgewählt zu haben, ging auch an den Präsidenten der AMV, der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen, Herrn Mag. Heinrich Clostermeyer.

 

Als Laudator für das historische Fahrzeugwesen wurde Herr Primar Uni.Prof. Dr. Harald Hertz (Vizepräsident des ÖAMTC und neuer Vorsitzender der OSK) begrüßt.

 

(Unter den Ehrengästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus dem historischen Fahrzeugbereich, wie beispielsweise Ing. Peter Denzel, Martin Pfundner, Prof. Ing. Fritz Ehn, Dipl.Ing. Hans Peter Drachsler, Alt-Vorsitzender der OSK HR Dr. Alfred Straffen u. weitere.) 

 

Dkfm. Halouska weist auf die Gründung des ÖAC 1896 hin und erinnert daran, dass der ÖAMTC Eigentümer des Siegfried Marcuswagens ist, der dem Technischen Museum Wien als Leihgabe überlassen wurde.

Als Hausherr dieses denkmalgeschützten Gebäudes fiel ihm der Entschluß leicht, als die Anfrage an den ÖAMTC mit der Bosch-Sonderausstellung herangetragen wurde. Generalsekretär Halouska hat mit großer Freude das Haus zur Verfügung gestellt, damit einerseits die Ausstellung „Bosch – ein Jahrhundert Werbung für das Automobil“ in Österreich gezeigt werden kann und andererseits damit auch ein Rahmen geboten wird für die erstmalige Verleihung des Bela Barenyi-Preises.

 

Allen, die mit dem Automobil zu tun haben, ist dieser große Österreicher, sein Wirken und Streben, ein Begriff. Bela Barenyi’s Arbeit ist enorm wichtig, wenn es um die Fragen der Sicherheit geht.

„Geht“ noch immer in der Gegenwartsform, denn Barenyi starb 1997, seine Ideen als „Vater der passiven Sicherheit“ im Automobil retten jedoch noch immer tagtäglich Menschleben.

Auch Bosch und der ÖAMTC schlagen den Bogen von „damals“ zu „heute“.

Wenn nun erstmals der Bela Barenyi Preis vergeben wird, als Ehrung von besonderen Leistungen rund um das historische Kraftfahrwesen, dann ist es uns eine besondere Freude, dass unser Haus von den Organisatoren Bosch und AMV dafür als Veranstaltungsort ausgewählt wurde.

 

Primar Uni.Prof. Dr. Harald Hertz (Vizepräsident des ÖAMTC und neuer Vorsitzender der OSK) spricht sehr launig unter Bezugnahme auf seine Vorredner über drei wichtige Aspekte des historischen Fahrzeugwesens in Österreich.

  

Automobilhistorisch 

Das Auto ist heutzutage ein Teil unserer Zivilisation, es beherrscht unseren Alltag, unser Zeitalter - Österreich ist zweifelsfrei eines der Pionierländer in der Automobilentwicklung. Bereits 1870 betrieb Siegfried Marcus ein Fahrzeug mit Benzinmotor, neuere Forschungen versuchen zwar zu belegen, dass der 2. Marcuswagen, dessen Besitzer der ÖAMTC ist, nicht 1875 sondern erst 1888 gebaut worden wäre, doch im Gegensatz zum Benz-Dreirad von 1886 ist der 2. Marcus-Wagen eben doch wie ein richtiges Automobil mit 4 Rädern ausgestattet.

 

Die Historie des ÖAMTC ist nicht nur dadurch eng mit der Entwicklung im Automobilismus verbunden, auch war beispielsweise der ÖAC (= der österr. Automobilclub) als einer der beiden Elternteile des heutigen ÖAMTC war maßgeblich an der Abhaltung der ersten österr. Automobil-Ausstellung beteiligt – sie fand am 15.5.1898 in der Rotunde im Wiener Prater statt – Anlaß war der 50. Jahrestag der Thronbesteigung von Kaiser Franz Josef I

und im Rahmen der „Jubiläums Gewerbeausstellung“ hatte der damalige Präsident des ÖAC Gelegenheit, dem Kaiser die Erstlings-Produkte unserer Automobilindustrie zu zeigen und zu erklären.

 

Namen wie Jacob Lohner, Ignaz Schustala (Nesselsdorf) sind unter den ersten der damaligen Jahrhundertwende. Lohner stellte 1898 ein Benzinautomobil und ein Elektromobil konventioneller Bauart aus – und Nesselsdorf zeigte das Modell „Präsident“; dieses Fahrzeug war zu Ehren des Präsidenten (Gustav Graf Pötting) des 1898 mit 206 Mitgliedern gegründeten Österr. Automobil Clubs so genannt worden - es ist das erste industriell in der K+K-Zeit gefertigte österr. Automobil.

 

Und mit diesem Modell fanden 1899 die ersten Einschulungen von Chauffeuren statt, die der ÖAC organisierte – sozusagen die erste Fahrschule für Automobile. Die Stimmung war damals aber im allgemeinen gegen das Kraftfahrzeug – es machte sich ja auch unangenehm bemerkbar: mit lautem Knattern, Problemen bei der Verbrennung und dem Auspuff entquollen Ruß und Öldampf. Auf den damaligen Straßen lag dicker Staub und so hielt sich die Begeisterung in Grenzen, wenn so ein Ungetüm an den Menschen vorbeiratterte.

Zu den weiteren Problemen mit den schlechten Straßen, oftmaligen Fahrzeugreparaturen etc. kam auch die noch kaum vorhandene Treibstoffversorgung. Der Automobil-Club sorgte im Einvernehmen mit einer Verteilerfirma dafür, dass Benzinstationen (keine Tankstellen!) über ganz Österreich verteilt wurden. 1900 waren es 70 und 1908 bereits 600 solcher Stationen.

Die Förderer des Automobils waren interessanterweise die Tierschutzorganisationen – die vehement dafür eintraten, das unendliche Leid der Tiere, nämlich der Pferde, zu erleichtern.

 

1898 bauten die Brüder Gräf den ersten Kleinwagen, der mit einem Vorderradantrieb ausgestattet war. 1899 engagierte Ludwig Lohner den damals 24jährigen Ferdinand Porsche und es entstanden die berühmten Elektromobile, System Lohner-Porsche.

1906 ging Porsche zur Österr. Daimler-Motorengesellschaft nach Wr. Neustadt – seine Zeit bei Austro Daimler war die längste Zeitspanne, die Porsche bei einem einzelnen Werk geblieben war.

Die Liste der österr. Automobilkonstrukteure umfasst mehr als 100 Namen - sie alle waren oft Konstrukteure, Handwerker, Prüfer und Tester in einer Person.

1907 wurde der „Verband österr. Automobil-Industrieller“ – heute besser bekannt unter „Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreichs“ – gegründet.

1982 beging man das 75jährige Jubiläum dieses Verbandes und aus diesem Anlaß wurde die größte österr. Automobilveteranenausstellung in Österreich abgehalten; gemeinsam mit dem Technischen Museum Wien und dem ÖAMTC fand diese Präsentation auf Schloß Grafenegg statt.

Die Ausstellung auf Schloß Grafenegg im Jahr 1982 zeigte über 8 Dezennien, beginnend mit dem ersten Fronttriebler der Welt (von den Brüdern Gräf, 1898) bis hin zu den Allrad Geländefahrzeugen, wie Haflinger, Puch G und Pinzgauer aus der Produktion der Steyr Daimler Puch AG.

Der Haflinger wird seit 1974 nicht mehr erzeugt, der Puch G wird heute nur mehr unter dem Namen Mercedes hergestellt und die Pinzgauer-Produktion läuft nun erfolgreich in England, auch heißt die ehemalige Steyr Fahrzeugtechnik mittlerweile Magna Steyr.  

 

Sportlich 

1894 gab es die erste Wettfahrt von Paris nach Rouen. 1898 wurde Erzherzog Franz Salvator Mitglied beim ÖAC, bekannterweise mocht Kaiser Franz Josef das Automobil nicht so besonders, der Erzherzog dagegen sehr ...

Am Pfingstsonntag 1899 wurde das erste Exelberg-Rennen vom ÖAC (gemeinsam mit dem Neuen Tagblatt) abgehalten und so wie damals der ÖAC wird nun auch im Juni 2006 der ÖAMTC beim Revival des Exelberg-Preises mit dabei sein, bzw. den Ehrenschutz übernehmen.

In der Geschichte des Automobils einzigartig sind beispielsweise die Semmering-Rennen.

1899 veranstaltete der ÖAC auch erstmals einen Klubausflug als Semmering-Bergpreis - 1900 dann wurde die Veranstaltung als erstes echtes Semmering-Rennen ausgetragen, nach 10 Jahren musste dieses Bergrennen eingestellt werden – die Beschwerden der ansässigen Bevölkerung wegen der Belästigung durch die Automobile waren zu stark.

1902 wurde die Fernfahrt Paris-Wien abgehalten.

 

Der ÖTC wiederum richtet Mitte der 20er Jahre Blumenkorsos, Ballonverfolgungsfahrten und Damenwertungsfahrten aus – damit auch Automobilisten und Motorradfahrer „mit bescheidenen Ambitionen“ teilnehmen können, wie es heißt.

 

Rennen bzw. Pseudorennen und ÖTC-ähnliche Veranstaltungen wie damals finden sich auch in der heutigen Veteranenszene wieder. Hier ist die Informationstätigkeit seitens ÖAMTC und OSK gefordert, damit es nicht eines Tages zu so schweren Unfällen kommt, dass damit die gesamten Oldtimer-Fahrten in Mitleidenschaft gezogen würden. 

 

ÖAMTC + historische Aktivitäten 

In den Räumlichkeiten des ÖAMTC wird 1962 der erste österr. Veteranenclub gegründet und zahlreiche Absplitterungen bzw. weitere Clubneugründungen bedingen dann 1977, dass der ÖAMTC eine erste Informations-Zusammenstellung auflegt.

Anfangs hatten die Clubadressen und Veranstaltungstermine noch Platz auf einem einzigen A 4 Blatt. Heute umfasst das Veteranen-Info-Buch bereits 300 eng bedruckte Seiten  -  es ist das älteste und gleichzeitig führende Informationswerk für Oldtimerfreunde in Österreich. Chefin und Antriebsfeder dieser und weiterer Projekte ist die seit fast drei Jahrzehnten gut bekannte Patricia Fischer, Mitarbeiterin unseres Clubs.

 

Die Unabhängigkeit des ÖAMTC, gepaart mit dem Fachwissen der Juristen und Techniker ist ein wichtiger Punkt für die Vertretung der historischen Fahrzeugbelange.

Die aktuellen Probleme der Oldtimer reichen von einer angestrebten „Licht-am-Tag-Lösung“ über steuertechnische Erleichterungen bis hin zur Verankerung des Begriffes des „historischen Nutzfahrzeuges“ im Gesetz.  

 

Mag. Heinz Clostermeyer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen und der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen legt in seiner Ansprache das schöpferische Leben des Namensgebers des Preises, Bela Barenyi dar. Seine Konzepte zur Kraftfahrt, beginnend mit der Entwicklung des Konzeptes des Volkswagens als noch Jugendlicher (später von Porsche umgesetzt), die Innovationen zur aktiven und vor allem der passiven Sicherheit am Kraftwagen als Leiter der Vorausentwicklung Pkw bei Daimler-Benz, und die krönende Anerkennung seiner Leistungen durch die Aufnahme seiner Person in die Automotive Hall of Fame in Detroit.  Barenyi hat das Kraftfahrzeug, nachdem es von den Pionieren der ersten Stunde mobil gemacht wurde und sich endlich selbst bewegte, sicher gemacht.

Hier spannt sich der Bogen zur aktuellen Situation in der Motor-Veteranen-Szene: Mit großem Aufwand werden in der Presse und dadurch in der Öffentlichkeit immer mehr Veranstaltungen hochgejubelt, die mit wirklicher denkmalpflegerischer Behandlung von historischen Kraftfahrzeugen fast nichts mehr zu tun haben. Motorsport ist angesagt: Teilweise ungeübte Fahrer auf logischer Weise technisch überholtem Gerät, das vor allem wenn man den zeitgeschichtlichen Aspekt betrachtet in höchst unzulässiger, dem Original nicht entsprechender  Weise, als Sportgerät aufmunitioniert ist, beweisen sich als Rennfahrer. Geschwindigkeit dominiert über alles, Sicherheit ist Nebensache, fährt man doch um Tausendstel von Sekunden Rennen.

Endlich musste ein Gegengewicht geschaffen werden, ein in aller Öffentlichkeit hell leuchtendes Licht, der Bela Barenyi Preis. Dieser wird nunmehr jährlich jener Persönlichkeit feierlich übergeben, die sich besondere Verdienste um die Pflege und Aufrechterhaltung von authentischen, historischem Motorveteranengut verdient gemacht hat. 2005, zum ersten Mal, wird dieser Preis praktisch für das Lebenswerk einer würdigen Person vergeben. Der Hauptsponsor die Robert BOSCH AG und die Schirmherrschaft des ÖAMTC gewährleisten gemeinsam mit der AMV die Seriosität der Stiftung. Die erste Wahl der Jury fiel in geheimer Abstimmung einhellig auf Patricia H. Fischer, langjährige Chefredakteurin des Veteraneninfobuches.

 

Präsident Clostermeyer bei der Übergabe des Preises und der Urkunde 2005

Preisträgerin 2005:  Patricia H. Fischer mit Bela Barenyi Preis und  ÖAMTC Chefität. Generalsekretär Dkfm. Peter  Halouska, Univ. Prof. Dr. Harald Hertz

 

Zusammenschnitt aus der Rede und eines Interviews mit der Preisträgerin 2005, Patricia H. Fischer (Redaktionsleiterin des ÖAMTC-Veteranen-Info-Buches „Die Gelben Seiten der Oldtimerei“). 

In Hollywood dankt man der Familie, dem Hund, der Katze ...

Die Wahrheit ist, dass die Familie und die Beziehungen immer sehr darunter gelitten haben, wenn man pro Jahr über 20 Wochenenden bei Veranstaltungen unterwegs ist und auch zahlreichen Abenden und weiteren Wochenenden zuhause die Ruhe für Recherchen und Schreibereien findet. Damit ist man insgesamt einen langen Zeitraum über für Familie und Freunde nicht verfügbar. 

Derzeit sind über 250 Clubs, 90 Museen, 80 Sachverständige, 450 Firmen, 90 Sachverständige usw. offiziell aufgelistet. Es gibt rund 120.000 historische Fahrzeuge in Österreich, nicht alle sind in Clubs vereint. 

Der Umgang mit Erfindungen und historischer Fahrzeuggeschichte ist in Österreich sehr erstaunlich. Wer etwas gelten wollte, musste erst ins Ausland gehen, damit die Österreicher den Wert seiner Arbeit schätzen konnte. Auch einheimisch Produkte scheinen nicht wirklich viel zu gelten, wenn es um die Fahrzeuge geht. Und so gibt es heutzutage kaum noch eine nennenswerte echte, österreichische Fahrzeugindustrie. Von den über 100 Firmen zur vorigen Jahrhundertwende blieb noch etwas übrig. Firmen wurden aufgekauft, verschmolzen, ausgelagert, aufgelassen. Die Namen wie ÖAF, Gräf & Stift, Steyr, Saurer usw. sind der heutigen Jugend kein Begriff mehr. Bald wird es auf unseren Straßen keinen Steyr-Lkw oder Gräf & Stift-Bus mehr geben, auslandsdominierte Produkte beherrschen die Verkehrsbetriebe, Transporteure, Reisebusunternehmen udgl. 

Während Möbel, Bilder und ähnliches als Antiquitäten geschätzt sind, scheinen die Fahrzeuge noch immer die Aura des seligen Kaiser Franz Josephs auszustrahlen: bloß nicht anrühren. Gerade jene Firmen, die von den historischen Fahrzeugen bzw. seinen Besitzern „leben“, bringen keinen Unterstützungswillen auf. Ich denke dabei an Banken, Versicherungen, Mineralölfirmen. 

So ließ beispielsweise der Werbe-Chef eines großen Waschmittelkonzerns die Oldtimerfreunde einmal wissen, dass man bloß nichts mit Oldtimern zu tun haben möchte ...  doch wer braucht besonders viel Waschpulver, weil Kleidung immer wieder schmierig wird ...?

Dabei hat gerade diese Firma wieder alte Plakatmotive ausgegraben und neu vermarktet.

Auch eine Möbelfirma hat eigene Häferl zum Jubiläum kreiert – mit alten Werbemotiven drauf.

Eine traditionelle Süßwarenfirma betrieb eine Oldtimertram, nun einen Fiaker, und im Shop wurden viele alte Dinge wie Modellfahrzeuge und Werbe-Blechschilder neu aufgelegt – aber weil nun das Gebäude unter Denkmalschutz steht, will man den Gerüchten nach die Produktion auslagern ... 

Tradition ist gut, wenn man sich darauf berufen kann.

Viele traditionelle Firmen kramen anlässlich von Jubiläen ihre Geschichte aus, aber nach dem Presse- u. PR-Rummel herrscht wieder das System „jung und dynamisch“ - spricht  „weg mit dem alten Zeug“. Das ist dann die Zeit, in der Archive geschlossen oder gar aufgelassen werden, wo Konstruktionszeichnungen u.ä. im Müll landen. Unter dem Motto, man müsse sich doch vom alten Ballast befreien ...

Wer Glück hat, findet manche dieser Sachen unter dem Titel „Memorablia“ dann sauteuer bei Auktionen wieder ... 

Ich sehe es also als eine meiner Aufgaben an, historische Informationen zu dokumentieren, vor allem aber die Besitzer solcher Fahrzeuge und Unterlagen auf den Wert dieses Materials aufmerksam zu machen. Es ist mir gelungen, das Bewusstsein Einiger zu wecken, und damit auch einige Fahrzeuge und historisches Material vor der Verschrottung zu retten.

Ich könnte mir meine Tätigkeit bei keinem anderen als dem ÖAMTC vorstellen, denn er bringt die enge Verbindung mit der (österreichischen) Fahrzeuggeschichte bereits mit sich. - Auch wenn man die Chefs immer wieder an die geschichtlichen Aspekte erinnern muß - hier ist wirklich die Geschichte der Mobilität verankert durch die beiden Vorgängerclubs und die vielfältigen Projekte, die beide Clubs damals gestartet haben. 

Angesprochen auf ihr Arbeitsumfeld, das doch von Männern dominiert ist, meinte Patricia H. Fischer:

Als Frau hatte ich in der historischen Fahrzeugszene nie große Probleme, auch nicht bei den diversen Vorträgen oder in den nationalen und internationalen Ausschüssen. (Hier im Haus kommt halt manchmal noch der alte Herrenfahrerclub durch, aber das ist ja auch eine historische Variante ....)

Ich habe es mir nicht leicht gemacht, weil ich immer auf der Suche nach dem besten Weg für die historischen Fahrzeuge, deren Besitzer und unsere Mitglieder war und bin. Unabhängigkeit ist mit sehr wichtig, aber auch Offenheit und Transparenz. Solange ich für die historische Fahrzeugszene beim ÖAMTC tätig bin, werde ich kein aktives Mitglied bei einem Oldtimerclubs sein – nur so kann man für alle transparent bleiben. Ich vertrete die Automobile genauso wie die anderen Fahrzeugsparten, also auch Motorrädern, Dreiräder, Busse, Lkw, Sondersparten – schauen Sie sich nur die alljährlich wechselnden Titelseiten unseres Buches an. Die meisten Oldtimerleute reden nur für ihr eigenes Fahrzeug – ich setze mich für alle ein. Ich diskutiere keine technischen Details, das überlasse ich wirklich gerne den Technikern, aber wenn es darum geht, wesentliche Interessen zu vertreten – Licht am Tag, Verankerung der historischen Nutzfahrzeuge, Verbesserungen bei Steuer und Maut – dann bin ich nicht zu bremsen. Hier geht es um etwas Wesentliches für unser rollendes Kulturgut.

Frau zu sein, hat mir gerade in dieser Szene immer zu einer anderen Sitzweise verholfen. Ich sehe die Oldtimerei als Art Familie. Mit allen Vor- und Nachteilen, aber doch einem gemeinsamen Ziel: nämlich die historischen Fahrzeuge zu erhalten und zu präsentieren. 

Ein junger Kollege meinte vor kurzem, wenn man eine Aushilfe für mich einschulen würde, dann hätte der Neue doch in 3 – 4 Wochen alles intus und ich wäre damit voll entlastet. Da musste ich schon schmunzeln; vielleicht ist so eine Idee eine echte Männer-Idee ... aber Tatsache ist, dass ich lange Jahre lernen musste, doch das Glück hatte, noch bei vielen der alten Herren zuhören durfte, die die österreichische Veteranenszene überhaupt erst gegründet hatten. Ich hatte zahlreiche ausgezeichnete historische Kontakte im Ausland – leider sind die meisten der Vertreter alter Automobilnamen nun schon tot. Es gibt nicht mehr viele, die dieses Traditionswissen und –bewußtsein noch verkörpern, doch ich würde mein Wissen gerne weitergeben. Nicht damit sich jemand damit wichtig macht und meint, er müsste alles neu erfinden, sondern damit die echte Geschichte – vor allem aber die österreichische Fahrzeuggeschichte – nicht verloren geht. 

Wie heißt es so schön? Wer die Geschichte nicht ehrt, ist die Zukunft nicht wert .... Unsere Fahrzeuggeschichte ist ein großes Stück unserer Identität, die gesamte Fahrzeuggeschichte in ihrer Vielfältigkeit ist ein großer Teil der Menschheitsgeschichte. 

Zum Abschluß möchte ich noch etwas anmerken, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Der ÖAMTC hat nun 1,6 Mio Mitglieder, einige 1.000 davon sind Besitzer von Veteranenfahrzeugen, die älter als 40 (50) Jahre sind, viele davon sind seit Jahrzehnten in Familienbesitz und werden als Zeugnis der technischen Entwicklung des Kraftfahrzeuges liebevoll gepflegt und erhalten.

Als Interessensvertretung - wie wir es sind - ist auch das eine Aufgabe des ÖAMTC, diesen Personenkreis mit ihren beweglichen Kulturgütern zu unterstützen, damit das Veteranenwesen in Österreich jenen Stellenwert bekommt, den es in anderen Ländern, allen voran in Großbritannien und in der Schweiz, bereits seit langem hat – und der mit dem Stellenwert von Antiquitäten zu vergleichen ist. Österreich hatte eine Vielzahl an Erfindern, die leider oft im Heimatland nichts galten oder erst geschätzt wurden, wenn sie erfolgsgekrönt heimkehrten. Viel an historischerzinierend – und dass man nicht alle österr. Marken vergisst, dass nicht alles auf den Mist wandert, dafür setze ich meine ganze Kraft ein. Firmenstruktur wurde ruiniert, durch alte Herren, die die notwendigen Veränderungen nicht herbeiführen konnten, durch junge Manager, denen das Gefühl für die Sache fehlte oder durch die Banken, die vielfach als die Schuldigen zu finden sind, wenn sie zu Unzeiten Kredite fällig stellten und wo dann traditionsreiche Firmen wie Fische filetiert wurden, bis nichts mehr übrig blieb – all das gab es damals schon und es gibt das noch heute. Diese Geschichte ist faszinierend – und dass man nicht alle österr. Marken vergisst, dass nicht alles auf den Mist wandert, dafür setze ich meine ganze Kraft ein. 

 

Prof. Ing. Bela Barenyi 

Mit über 2500 angemeldeten Patenten ist Bela Barenyi sicherlich einer der schöpferisch potentesten österreichischen Entdecker, Entwickler und Erfinder im Automobilwesen. In praktisch jedem Automobil und das gilt vor allem auch heute noch, ist ein Stückchen von Barenyi, heißt eine  allgemein gültige Weisheit. Spitzenentwicklungen Barenyis waren die Fahrgastsicherheitszelle mit leicht verformbarem und energieverzehrendem Drumherum und vor allem die Sicherheitslenksäule, die die gefährlichen Lenkspieße ablöste. Alles Entwicklungen zur Hebung der aktiven und vor allem der passiven Sicherheit im Kraftfahrzeugbau, zu einer Zeit in der noch niemand davon etwas wissen wollte. Dadurch erst um Jahrzehnte später beim Bau von Fahrzeugen angewandt und dem Käufer erwerbbar gemacht, wurden Barenyis Entwicklungen noch unentbehrlicher und sicherlich mehr als segensreich. Nicht zuletzt war Barenyi der Urvater und Schöpfer des Konzepts des Volkswagens (Käfer) der von Porsche schließlich vermarktet wurde. 

Barenyi wurde am 1. März 1907 in Hirtenberg. Niederösterreich geboren. In der Familie waren Physik und Technik zuhause. Der Onkel besaß alleine in Deutschland über hundert Patente auf dem Gebiet der Optik, der Vater war Professor für Naturwissenschaft  In der Fabrikantenfamilie machten überaus begabte Mitglieder als Privatgelehrte und Künstler diese zu einer Quelle von Innovationen und Schöpfungen. Unter solchen Voraussetzungen beendete Barenyi bereits 1925 seine Studien über Maschinenbau und Elektronik an einer privaten Lehranstalt in Wien erfolgreich, wobei er bereits als 17jähriger sein erstes Patent anmelden konnte. Schon damals interessierten ihn Kraftfahrzeuge besonders und brachte er seine ersten Ideen zu einem „Volkswagen“ als Abschlussarbeit zu Papier. 

Ab 1927 wirkte er in den Steyr Werken, später bei der ÖAF (Austro-Fiat). Danach zog es ihn nach Frankfurt. Hier machte er bei den Adler Werken kurz Station. Als Fachmann für Schwingungslehre war er danach in Berlin bei Getefo tätig um endlich bei Daimler Benz in Sindelfingen ein bis zur Pensionierung 1974 dauerndes Wirkungsfeld zu finden. Hier entwickelte er alle seine sicherheitsrelevanten Grundsätze zum Bau von modernen Fahrzeugen. Dass diese praktisch erst 30 oder gar 40 Jahre später umgesetzt und allgemein gültige Sicherheitsrichtlinien wurden, lag nicht in seiner Macht. Seine Postulate waren ihrer Zeit weit voraus und damals auch noch schwer verkäuflich. Passive Sicherheit im Kraftfahrzeug ist erst heute ein richtiges Bedürfnis. Der offiziell von ihm geführte Titel bei Daimler Benz „Leiter der Pkw-Vorentwicklung“ sagt hiezu eigentlich schon alles. Trotzdem müssen wir ihm um sein Bemühen und seine Pionierleistungen dankbar sein, retteten seine Ideen als „Vater der passiven Sicherheit“ im Automobil tagtäglich Leben.

Barenyi starb 1997, noch bis zuletzt tätig im Dienste der Sicherheit und Innovationen im Kraftfahrzeugwesen. Höchste Ehrung erfuhr der begnadete Techniker in der Aufnahme in die „Automotive Hall of Fame“ in Detroit, dem Olymp der ganz großen Persönlichkeiten der Automobilindustrie.

 ÖGHK/AMV Archiv  

Der Bela Barenyi Preis wurde 2005 erstmalig vergeben und wird seitdem alljährlich gegen Jahresende in Wien in der Zentrale des ÖAMTC im Rahmen einer Feierstunde der jeweilige Preisträger präsentiert. Die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (AMV) wird von der Robert BOSCH AG unterstützt und an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Besonderen  um die historische Kraftfahrt verdient gemacht haben. Das jeweils im Frühherbst tagende Komitee bewertet einerseits das Lebenswerk von Kandidaten, die als  Aktive in der aktuellen Szene als auch solche die durch außergewöhnliche Leistungen in der Vergangenheit im Kraftfahrwesen sich hervorragende Verdienste erworben haben. Aber auch besondere Förderung oder Einsatz im Einzelnen und für einzelne Projekte als auch Projekte selbst im Dienste der historischen Kraftfahrt sind in den Satzungen als förderungswürdig und auszeichnungswürdig  angesehen. Vorschläge für Preisträger bringt in der Regel das bestimmende Komitee mit in die Sitzung. Es können aber auch von jedermann Anregungen zu Nominierungen eingebracht werden. Diese sind mit einer ausreichender Begründung versehen, schriftlich der AMV zu übermitteln, die diese gerne an das Komitee weiterleitet. Entschieden wird in geheimer Abstimmung mit einfacher Mehrheit.

2006 tagte das Komitee Anfang Oktober, die Preisverleihung wurde für den 23. Oktober festgesetzt. Da zur Preisverleihung immer auch die bisherigen Geehrten eingeladen werden, ergibt sich gemeinsam mit den Hausherren, dem Präsidenten und Generalsekretär des ÖAMTC, dem Führungsteam der Robert BOSCH AG als Sponsoren, dem Vorstandsteam der AMV und einer hochkarätigen Elite von geladenen Ehrengästen ein Abend besonderer Qualität.

 Erste Preisträgerin war Frau Patricia H. Fischer in Würdigung ihrer jahrelangen besonderen Leistungen für das historische Kraftfahrwesen sowohl in ihrer beruflichen Tätigkeit im ÖAMTC als Verantwortliche der Oldtimerkoordination und Herausgeberin des bekannten Veteranen Info-Buches als auch als private Liebhaberin und Förderin des Motorveteranenwesens.

 

Die Gefahr wird immer größer

 

Oldtimer-Veranstaltungen in der Grau(s)zone 

Der Umgang mit historischen Kraftfahrzeugen ist in Österreich höchst zwiespältig. Zum einen wird durch viele Medien eine Art Seitenblicke-Gesellschaft in der Oldtimerszene künstlich hochstilisiert. Zum anderen bleiben die großen Bemühungen der echten Veteranenfahrzeugbesitzer nicht nur unbedankt, sondern der wahre Wert dieser Arbeit wird kaum erkannt.

Pseudosportliche Aktivitäten, die so großartige Namen wie „Meisterschaft“, „Cup“ u.ä. tragen, vermitteln den Teilnehmern und Zuschauern das Gefühl historischer Rennatmosphäre. Kein Wunder, dass dann Sonntagsfahrer des öfteren einen Ausritt in Grüne produzieren, weil sie ihren Oldtimer-Sportwagen nicht wirklich kennen und beherrschen. Die steigende Zahl von Veranstaltungen, die eigentlich in den OSK (Oberste nationale Sportkommission)-Bereich gehören, aber offiziell als touristische Bewerbe deklariert werden, schürt in vielen Veteranenfahrzeugbesitzern die Angst, dass ein gröberer Unfall dann auch das „Aus“ für echte historische Fahrzeugausfahrten bedeuten könnte. Nicht unbegründet, wenn man in den ORF-Seitenblicken und in zahlreichen Medien wie Kronen Zeitung, Kurier, Auto Touring udgl. ständig mit Fotos von Sportlern (ehemalige Autorennfahrer, Schirennfahrer usw.) konfrontiert wird, die so passende Untertitel wie „immer der Schnellste ....“, „Sieger war ... Minuten früher im Ziel, als die Sollzeit gewesen wäre“ ... tragen. Hier wird Wagemut beklatscht, der stark ins Auge gehen kann. Und hier werden „Leistungen“ gelobt, die eigentlich zu einem Ausschluß des betreffenden Teilnehmers von der Veranstaltung führen müsste (vor der Sollzeit anzukommen, bedeutet eindeutig Raserei – und diese hat in der historischen Fahrzeugszene nichts zu suchen!). 

Mode-Erscheinung und Werbe-Events 

Explosionsartig wuchsen in den letzten Jahren Veranstaltungen mit dem Beinamen „Classic“ aus dem Boden. Während die erste Veranstaltung mit diesem Namen (Corvinus Classic) tatsächlich noch den echten Veteranenfahrzeugen und historischen Baujahren verpflichtet ist, wurden fast alle anderen ‚Events’ (Kitzbühel, Ennstal, Silvretta, Südsteiermark, Murtal und wie sie alle heißen mögen) hauptsächlich aus Werbegründen gestartet. Nicht mehr die traditionellen Veteranenvereine sind die Veranstalter sondern Tourismusvereine, Hoteliergruppen, Zeitungen und Personengemeinschaften. Aufgrund des durchwegs sehr hohen Startgeldes wird von vornherein nur eine bestimmte Teilnehmergruppe angesprochen, die Teilnehmer kommen zum überwiegenden Teil aus dem Ausland (weil sich viele Österreicher diese Gebühren nicht leisten können oder wollen). Meistens werden Prominente als Fahrer verpflichtet, denen die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden.

Nun ist es nicht unbedingt Pflicht, selbst am eigenen Fahrzeug herumschrauben zu müssen, doch 90 % der österreichischen Veteranenfahrzeugbesitzer hat entweder selbst das Fahrzeug restauriert oder zumindest Grundkenntnisse beim Fahrverhalten des fahrbaren Untersatzes. Der Großteil österr. Oldtimerbesitzer spart sich mühsam das Geld für Fahrzeug und Restaurierung, Betrieb und Erhalt zusammen. Der Großteil dieser Personen hat einen „normalen“ Beruf wie Postler, Eisenbahner, Angestellter u.ä.

Wer aber die Berichte in den Medien verfolgt, der muß annehmen, alle Veteranenfahrzeuge wären „Millionen wert“ und alle Veteranenfahrzeug-Besitzer wären „ur-reich“.

Die Wahrheit ist eben das genaue Gegenteil, doch davon hört und liest man nichts. Das ist keine spannende Meldung. Und damit leider werden weitere Probleme erzeugt. Es gibt keine Anerkennung für jene, die mühsam echtes historisches Kulturgut erhalten und präsentieren. Es gibt seitens der Sponsoren keine bis kaum Unterstützung, wenn man nicht mit einigen Promis aufwarten kann. Und die Zuschauer bei den „simplen“ Veranstaltungen fragen nicht nach Marke, Type, Baujahr der ausgestellten Fahrzeuge sonder immer nur: „Was ist das Auto wert?“. 

Unser Bestreben wird also sein, auf die Gefahren dieser Auswüchse hinzuweisen und die Besitzer der echten historischen Fahrzeuge nach Kräften zu unterstützen. Wer dabei helfen möchte, möge sich unter   amv@austria-motor-veterans.at   melden – es gibt genug zu tun und jede Hilfe, jede Meinung ist willkommen.

 

        

                               EXELBERG
 

 

      


                       MEMORIAL

                       für originäre

                     Motorveteranen 

  Ergebnisliste 2006 auf der ÖGHK Homepage unter "Aktuell"                  

            Veranstaltung 2007:     26. u.27.   Mai 2007

            Veranstaltung 2008:      13. u. 14. Sept. 2008

 

                         

 

Zum Problem Tagfahrlicht 

30. November 2005:

Sitzung des Beirates für historische Kraftfahrzeuge im Verkehrsministerium

 

Tagfahrlicht für historische Kraftfahrzeuge

 

In der Sitzung war das Thema ein besonders wichtiger Tagesordnungspunkt und wurde sehr sachlich diskutiert. Eine Sonderkommission wurde hiezu einberufen, die nunmehr die in Aussicht gestellten Erleichterungen und Ausnahmen auszuarbeiten hat. In dieser Arbeitsgruppe ist ÖGHK/AMV vertreten. Das Erfreuliche: Es wird eine praktikable Lösung abseits der für Normalfahrzeuge vorgeschriebenen Anforderungen geben. Die Lösung wird sich einerseits an den technisch möglichen Gegebenheiten der Fahrzeuge orientieren (Kapazität der Lichtmaschinen bzw. Batterien) andererseits auf das historisch wertvolle originale Erscheinungsbild der Fahrzeuge weitgehendst Rücksicht nehmen.

Technische Angaben können zur Zeit noch nicht genannt werden, es erscheinen aber auch Lösungen auf LED Basis unter Verzicht von Prüfzeichen (RL, ECE) machbar und gesetzeskonform. Wir werden bei Feststehen eines Erlasses berichten.

 

EU – Verordnung nimmt historische Kfz aus 

Großer Erfolg für die Verhandler und Freunde historischer Fahrzeuge. Aus begreiflichen Gründen des Umweltschutzes wurde nunmehr eine strenge Verordnung und Richtlinie für die chemische Zusammensetzung von Farben und Lacken, insbesondere ihrer Lösungsmittel und Verdünnungen mit Gültigkeit innerhalb der Europäischen Union getroffen. Diese gilt selbstverständlich auch für Österreich und ist innerhalb der festgesetzten Fristen umzusetzen. Es ist dies ein praktisch generelles Verwendungsverbot von „flüchtigen organischen Verbindungen“ (VOC = Volatile Organic Compounds) für neue Verarbeitungsbetriebe ab sofort (2004) als auch für zur Zeit schon bestehende Betriebe und Anlagen unter Ausnützung der gewährten Übergangsfrist ab spätestens 2007. Darunter fallen mehr oder weniger alle Kohlenwasserstoff Verbindungen, die leicht flüchtig sind, das sind alle Komponenten aus dem Benzin, wie Alkohole (Methanol, Ethanol), Ether (MTBE) oder Benzol. 

Für Nitrolackierungen echter Motorveteranen (ca. 1915 bis ca. 1955) hätte dies das Aus bedeutet, weil Nitroverdünnung verständlicher Weise mit zu aller oberst auf der nunmehrigen „schwarzen“ Liste steht. Die älteren unserer Lieblinge hätten dann nicht mehr den eher matten spezifischen Glanz des originalen sehr komplizierten  Lackierverfahrens aufweisen können, wie dies leider schon manchmal im groben Stilbruch bei manchem Fahrzeug zu bemerken ist, weil man der Einfachheit halber auf den erheblichen und kostspieligen Aufwand von vielen dazu notwendigen Nitrolackschichen mit zwischenzeitlicher Politur der Oberfläche verzichtete. Wahre Freunde der Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen und ihre politischen Repräsentanten in der EU schafften jedoch aus historischen Gründen für die Originalität unseres Kulturgutes die Ausnahmebestimmung: Für historische Kraftfahrzeuge dürfen Nitrolacke, Farben und ihre Abkömmlinge nebst Nitroverdünnung weiter in „geringer Menge“ erzeugt, im Handel bleiben, erworben und nach den einschlägigen Bestimmungen gelagert, im Zuge von Restaurierungen und Instandsetzungsarbeiten  nach Beschädigungen wie bisher verwendet werden. Original nitrolackierte Fahrzeuge können daher weiterhin in originalgetreuer Art restauriert werden. 

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------  

                                              

 

Unsere Geschichte: 

 

Schon vor Jahren haben der älteste Motorveteranenclub Österreichs (ÖMVC) und der weitaus größte (ÖGHK)  erkannt, daß die echten Motorveteranen durch die zahlenmäßige Unterlegenheit in der von "Joungtimern" überschwappenden Szene regelrecht unterzugehen drohen, und die Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen gegründet.
Zu verschieden sind schließlich die notwendigen Schutzmaßnahmen und Voraussetzungen bei Veranstaltungen für die ursprünglichen Zeugen der Motorisierung, gegenüber den Fahrzeugen die nachdrängen.
Während sich die meisten Dachverbände eher nach der Masse orientieren, kümmert sich die AMV vorwiegend um die ganz alten und klassischen Motorveteranen mit einem Alter von 50 und mehr Jahren.
Die AMV ist die österreichische Interessensgemeinschaft für echte Motor-Veteranen bis Baujahr 1955. Die AMV ist - wie der Name schon sagt - eine Arbeitsgemeinschaft. Die Basis der AMV sind Arbeitsübereinkommen mit Clubs, Institutionen und Förderern (Sponsoren), die zu bestimmten Sachschwerpunkten getroffen werden. Das gewährleistet die ständige Themenführerschaft der AMV in Fragen des echten Veteranenwesens.
Der Organisation der AMV gehören mittlerweile elf jener führenden und echten Motorveteranenvereinigungen Österreichs an, die sich vornehmlich der Pflege der Spezies echter Motor-Veteranen widmen. Veranstaltungen für ausschließlich diese Motor-Veteranen werden direkt finanziell und logistisch unterstützt, geeignete Sponsoren vermittelt. Selbstverständlich hat die AMV, die auch großen Wert auf ihre Unabhängigkeit legt, ständigen Sitz und Stimme im Beirat für historische Kraftfahrzeuge im Bundesministerium für Verkehr um direkt an der Quelle die Rechte und Möglichkeiten für echte historische Kraftfahrzeuge zu wahren. So wirkt die AMV auch maßgeblich bei der Erstellung und Ergänzung der Veteranenliste mit, die (lt. Österreichischem Recht) Voraussetzung für die Anerkennung eines Fahrzeuges als historisch ist.
Darüber hinaus hat die AMV den Status eines Sachverständigen im Rahmen der Genehmigung und Zulassung historischer Kraftfahrzeuge.
Mit periodischen Info-Briefen werden sämtliche österreichische Interessenten und verschiedene ausländische Partner über aktuelle Fragen des Veteranenwesens in Österreich informiert. 12.000 Leser werden alle zwei Monate mit einer ganzseitigen Kolumne im österreichischen Oldtimer-Magazin "Austro-Classic"  angesprochen. Mitglieder der AMV sind das Gründungsmitglied ÖGHK, die VÖV, die WVF , der Förderkreis für historische Kraftfahrzeuge, der Austro Electromobile Club (AEC), der
Volvo Club Österreich, das Österreichische Omnibusmuseum (ÖOM), der Rolls Royce Enthusiast Club (RREC Österreich),  der Dodge Club (DC) Wien, das Velo-Solex Register Austria und der Klub der Fahrzeugfreunde und Technikhistoriker Österreichs (KDFTH).

 

e - Mails :

ÖGHKoeghk@chello.at

VÖV:   voev@austria-motor-veterans.at

WVF:  wvf@austria-motor-veterans.at

Volvo Club Österreich: office@volvoclub.at

ÖOM: info@omnibusmuseum.at

DC: dc@austria.motor-veterans.at

Velo Solex Register: velosolex@chello.at 

KDFTH: kdfthoe@chello.at

 

AEC Homepage:  http://www.elektrofahrzeug.at/ 

ÖOM Homepage: http://www.omnibusmuseum.at/

KDFTH Homepage: http://www.kdfth.at

 

Befreundete Organisationen:    http://www.austrodaimler.at

 

 

Geschichtliches:

Wussten Sie,

dass die aller ersten vehementen Förderer des Kraftfahrzeuges die Tierschutzorganisationen waren. Sie sahen durch die Anwendung von Motorkraft die Befreiung der Zugtiere von ihrem unendlichen Leid und Qual. 

dass vor allem der Drang zur Geschwindigkeit bei Kraftfahrzeugen immer schon durch Gesetze eingeschränkt wurde.

Ein Blick zu den Ursprüngen der Kraftfahrzeuggeschichte lässt erkennen, dass seit Beginn der Motorisierung des Verkehrs immer schon scharfe Restriktionen gegen eine möglichst  „freie“ Entwicklung  des Straßenverkehres ergriffen wurden.  Die Motive dafür waren freilich immer verschiedene.  

Die allerersten Geschwindigkeitsbeschränkungen der Geschichte sollten von vorn herein die Entwicklung der Kraftfahrt hemmen. So beschloß man in England gleich nach den ersten Entwicklungen von selbstfahrenden, damals selbstverständlich noch Dampffahrzeugen, im August 1861 den "Locomotiveact". Dieses Gesetz beschränkte den Verkehr auf dem flachen Lande auf 10 Meilen, die Maximalgeschwindigkeit in Dörfern und Städten auf 5 Meilen pro Stunde. Ferner wurde pro Fahrzeug zwei Mann Besatzung zur Steuerung und Bedienung vorgeschrieben. Im Juli 1865 wurde, da der erwünschte "Erfolg" sich nicht einstellte, ein Mann mit roter Flagge verordnet, der vor jedem "Automobil" im Abstand von 60 Yards einherhetzen musste, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten waren mittlerweile auf 4 Meilen im Freiland und auf 2 Meilen im verbauten Gebiet reduziert worden. Diese Restriktionen brachten schließlich ein jähes Ende der Entwicklung von automotiven Fahrzeugen für Personenbeförderung. Die Pioniere wandten sich mehr dem Lastentransport zu.    

Erst ab 14. November 1896 wurden die Kraftfahrzeuge in England von der Verpflichtung der Vorwarnung durch den Mann mit roter Flagge entbunden. An diesem Tag, an dem dieses Gesetz zu Fall gebracht wurde, der seither alljährliche durchgeführte London to Brighton Run erinnert noch heute daran, begann aber auch in England nicht die unbeschränkte Freiheit der Automobile. Noch jahrelang galt im ganzen Land eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung für Kraftfahrzeuge  auf 19 km/h, die 1904 auf atemberaubende 32 km/h erhöht wurde. Und penibel kontrolliert wurde auch schon damals: Mittels zweier Linien auf der Fahrbahn, die eine exakte Messstrecke ergaben und einer Stoppuhr agierten damals Freund und Helfer.

Es gab aber noch viel Restriktiveres in Europa. Im Kanton Graubünden in der Schweiz, die damals sicherlich ganz besonders kraftfahrzeugfeindlich eingestellt war, herrschte bis 1925 (!) überhaupt ein generelles Fahrverbot für Kraftwagen, das dann erst durch die immer zahlreicher werdenden Ausnahmen durchbrochen, sinnlos wurde. In den anderen Kantonen der Schweiz durfte derweil bis 25 km/h gedüst werden.

Und bei uns in Österreich ? Der Österreichische Automobil Club feierte es als einen wahren Triumph, dass seinen Mitgliedern mit Erlass vom 15. Juli 1898 die Zu- und Abfahrt zu ihren Wohnungen im ersten Wiener Gemeindebezirk überhaupt gestattet wurde. Davor musste für diesen Zweck jeweils ein Pferd vorgespannt werden.

Bis 1904 galt generell die Geschwindigkeit der Automobile auf das Tempo eines "trabenden Pferdes" reduziert. Dass dies ein weites Feld von Interpretationen zuließ, versteht sich von selbst. Dafür war man dann ab 1905 wesentlich genauer: Maximal 6 km/h bei allen Gefahrenstellen, 15 km/h in geschlossenen Ortschaften und 45 km/h auf offenen Landstraßen wurden geduldet.

Auch die bis dahin für Kraftfahrzeuge gesperrten Wegstrecken der Inneren Burg in Wien durften ab 2. Februar 1907 mit maximal 6 km/h durchfahren werden, allerdings nur von Personenkraftwagen. Lastentransporte und Motorräder waren weiter ausgesperrt. Dies aber sicherlich nur den empfindlichen Ohren des alten Kaisers zuliebe.  

Rechts oder Links in Österreich.

Laut Fahrordnung der Kronländer war in Niederösterreich (mit Wien), Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Krain, Böhmen, Mähren, Schlesien und Galizien  links zu Fahren und rechts Ausweichen vorgeschrieben.

In Kärnten, Tirol und Küstenland galt rechts Fahren und links Ausweichen. 

Erst im "Strassenpolizeilichen Grundgesetz" von 1929 wurde in der Republik Österreich für den 1. Dezember 1932 (!) die Rechtsfahrordnung im gesamten Bundesgebiet am Papier eingeführt.

Ab 2. April 1930 fuhr man dann in Tirol wieder rechts (denn inzwischen fuhr man links), bis dahin war die Arlberghöhe die Wechselstelle zwischen Rechts und Linksfahren. 

1933 galt jedoch: "Soweit nicht besondere Umstände entgegenstehen, hat der Führer mit dem Fuhrwerk  (Automobil) in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Osttirol und Salzburg (westlich des Kilometers 25,680 auf der Bundesstrasse  St. Veit - Lend)  die  linke Seite  und in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol (mit Ausnahme von Osttirol), Salzburg (östlich des Kilometers 25,680 auf der Bundesstrasse St. Veit - Lend ) die rechte Seite der Strasse, im Sinne der Bewegungsrichtung des Fuhrwerks (Automobils) einzuhalten und darf die rechte (linke) nur dann benützen, wenn  es zum Überholen erforderlich ist oder wenn er dort anhalten muss.  Beim Einbiegen in eine andere Strasse hat der Führer nach links ( rechts) in kurzer Wendung, nach rechts ( links) in weitem Bogen zu fahren." ( St. P. G § 12.)

Und so blieb es dann trotz "Strassenpolizeilichem Grundgesetz" von 1929 bis zum "Anschluss" an das Deutsche Reich am 11. März 1938. Die einschlägigen reichsdeutschen Vorschriften führten dann per 13. Mai 1938 die Rechtsfahrordnung einheitlich für unser Österreich, damals die Ostmark endgültig ein.   

 

Die ersten Motorsportveranstaltungen Österreichs:

Exelberg-Rennen  

Zur Geschichte

 

Als eine der frühesten Motorsportveranstaltungen Österreichs wurde am Pfingstsonntag, dem 21. Mai 1899 das erste Exelbergrennen ausgetragen. Veranstalter waren das „Neue Wiener Tagblatt“ und der Österreichische Automobilclub (ÖAC). Dies sei eine „demonstrative Manifestation des Automobilismus“, konnte man lesen, „wobei die Geschwindigkeiten der Automobile mittlerweile so groß geworden sind, dass man mit einem Entgegenkommenden gar nicht mehr sprechen könne“.

 

Der Sieger des ersten Exelbergrennens auf der klassischen Strecke (Neuwaldeggerstrasse) von 4,2 km Länge und 4 bis 8 Prozent Steigung wurde Arnold Spitz auf De Dion Bouton.

 

Der Bewerb wurde in den Folgejahren 1900 bis 1904 noch jeweils Anfang Mai ausgetragen. Im Jahre 1910 gab’s auf der gleichen Strecke noch einmal eine Veranstaltung ausschließlich für Motorräder.

 

 

1899:    21. Mai   

Es starteten 8 Zweiräder, 1 Dreirad und ein Vierrad

 

Resultat:

Arnold Spitz                  De Dion Bouton                            29.29                           1.

Max                               Phebus Aster                               30.10 1/5                      2.

R. Stary                         De Dion Bouton                            30.39 1/5                     3.

J. Dietrich                      Waffenrad mit De Dion Motor       31. 9                   4. (Sonderpreis)

 

1900:   13. Mai   

 

Resultat:

A. Rennmotorräder      Louis Gaste                              Darracq                     6.24  1/5

                                    Jacob Dietrich                           Perfecta                     6.45  4/5

B. Tourenmotorräder  Stead                                         Buchet                       7. 3  1/5

                                    Arnold Spitz                               De Dion Bouton         7.41  3/5

                                    Carl Graf Schönborn                 De Dion Bouton         8. 8   1/5

                                    Graf  Gyulai                               De Dion Bouton         8.28

                                    Graf Drasskovich                      De Dion Bouton       10.53  4/5

 

1901:   5. Mai

 

Resultat:

A. Motocycles bis 250 Kg   O. Hieronimus         De Dion Bouton                    6.45

B. Voiturettes 250-400 kg   M. Blake                  Locomobile                         10. 3  3/5

Rekordversuch                    F. Porsche              Lohner Porsche Electro       5.39

 

1902:   11. Mai

 

Resultat:

I.   Motorzweiräder unter 50 kg   Laurin                Laurin & Klement                8.17 2/5

II.  Motocycles bis 250 kg           Jacob Dietrich    De Dion Bouton                   5.28  1/5

III. Voiturettes bis 400 kg            Josef Sepper     Locomobile (USA)               8.45 2/5

IV. Leichte Wagen bis 650 kg     O.  Hieronimus  Spitz                                     6.52

V. Grosse Wagen bis 1000 kg    Ing. Porsche      Mercedes Lohner Porsche 7. 8  2/5

 

1903:   3. Mai

 

Resultat:

I.  Motorzweiräder bis 50 kg       Toman                 Laurin & Klement               5.53 4/5

II.  Voiturettes, 400 kg                 Schweidlenka     De Dion Bouton                  9.30 4/5

III. Leichte Wagern, 650 kg          O. Hieronimus     Spitz                                  5.53 2/5

IV. Schwere Wagen                    Hemetsberger     Serpollet                           5.55 2/5

 

1904 :   8. Mai

 

Resultat:

Voiturettes                                 Fritz Opel                Opel                                4.46 4/5

Wagen                                       O. Hieronimus         Spitz                                4.29 2/5

Zweiräder:

A.  für Fahrer bis 50 kg              Nikodem                 Puch                                4.57 1/5

B.  für Fahrer bis 65 kg              Wondrich                Republik                          7.38 3/4

Offen für Mitglieder des

Motocyclistenverbandes            Ltn. Stohanzl          Republik                          5.10

 

 Semmeringrennen 

Veranstalter: Österreichischer Automobilclub

Sieger: 

  8.Sept. 1900:     Jacob Dietrich,   Dion Bouton Motocycle                                       in 14 :38 4/5

22.Sept. 1901:     Dr. Richard v. Stern,  35 PS    Mercedes                                       in 12:30 4/5

  7.Sept. 1902:     Werner,  40 PS Mercedes des Mr. Gray Dinsmore                       in  10 :37 1/5

17.Sept. 1903:     Hermann Braun, 60 PS Mercedes des Mr. Gray Dinsmore           in  8:47 3/5

25.Sept. 1904:     Hermann Braun, 60 PS Mercedes des Herrn Theodor Dreher      in  8:11 3/5

17.Sept. 1905:     Hermann Braun, 90 PS Mercedes des Herrn Theodor Dreher      in  7:50 4/5

23.Sept. 1906:     Hermann Braun, 120 PS Mercedes des Herrn Theodor Dreher    in  7:47

 

Der Semmering Wanderpreis ging hierauf, den Satzungen entsprechend 1906 pikanter Weise an seinen Stifter, Herrn Theodor Dreher (Triest), da Braun mit seinem Wagen dreimal hintereinander gewonnen hatte. Dreher stiftete darauf erneut einen weiteren Wanderpreis.

 

22.Sept. 1907:     Klasse Kaiserpreiswagen:   Willy Poege,  Mercedes                     in  8:21

                            Klasse Rennwagen:             Willy Poege,  Mercedes                     in  7:29,1  

20.Sept. 1908:     Klasse Kaiserpreiswagen:   Otto Salzer,  Mercedes                     in  7:32

                            Klasse Rennwagen:             Otto  Salzer,  Mercedes                     in  7:23 1/5

19. Sept. 1909:    Klasse Kaiserpreiswagen: O.Hieronimus, Laurin & Klement          in  7:19 2/5

                            Klasse Rennwagen:             Otto  Salzer,  Mercedes                     in  7:07

 

Der zweite Semmering-Wanderpreis wurde ebenfalls von seinem Stifter Theodor Dreher endgültig gewonnen, denn wieder war er Eigner der siegreichen Wagen. Der Gewinner überreichte aber den Preis Herrn Willy Pöge in Anerkennung seiner überaus großen sportlichen Verdienste als Herrenfahrer.

 

 

 

 

Statistik

 

Zum 31. 12.1897 waren in der gesamten k.u.k. Monarchie 35 Automobile gemeldet, davon 16 Stück in Wien. Eines davon war ein Dampfautomobil.

1906 waren es insgesamt bereits 1087 Fahrzeuge.

Bestand an Kraftfahrzeugen in der k.u.k. Monarchie
Stand 01.04.1907 Stand 30.06.1911
Automobile Motorräder gesamt Automobile Motorräder gesamt
Niederösterreich 1.294 1.622 2.916 4.107 2.933 7.040
Oberösterreich 57 161 218 104 297 401
Salzburg 13 43 56 42 99 141
Steiermark 105 339 444 320 540 860
Kärnten 41 95 136 72 114 186
Krain 13 47 60 33 74 107
Küstenland 85 171 256 263 379 642
Tirol u. Vorarlberg 91 291 382 361 346 707
Böhmen 465 2.089 2.554 1.603 2.940 4.543
Mähren 81 317 398 376 644 1.020
Schlesien 18 145 163 88 229 317
Galizien 40 40 80 241 150 391
Bukowina 7 11 18 33 31 64
Dalmatien 4 16 20 60 61 121
zusammen 2.314 5.387 7.701 7.703 8.837 16.540
Zugewiesene Kennzeichen und ausgestellte Führerscheine in Wien:
Kennzeichen Führerscheine
1905 0 30
1906 772 1.298
1907 358 670
1908 475 684
1909 460 887
1910 312 1.779
1911 927 1.949
1912 1.275 1.824
1913 1.108 1.524
1914 bis 30.04. 266 484
zusammen 5.962 11.129
Zugelassene Kraftfahrzeuge 1.Republik Österreich:
PKW davon Taxis LKW zus. KW Motorräder zus. KFZ
15.07.19 4.557 1.909 6.163 1.389 7.552
30.11.20 6.400 2.383 9.238 2.214 11.452
31.12.21 7.808 3.292 11.100 2.592 13.692
31.12.22 8.455 3.592 12.037 4.536 16.573
31.12.23 10.195 4.280 14.475 7.460 21.935
31.12.24 9.711 2.538 5.115 14.886 10.401 25.287
30.06.25 10.997 2.822 5.627 16.624 12.938 29.562
31.12.25 11.058 2.932 6.256 17.314 15.963 33.277
30.06.26 12.338 3.140 7.210 19.548 18.805 38.353
31.12.26 12.252 3.309 7.835 20.087 20.471 40.558
30.06.27 14.267 3.343 8.856 23.123 25.282 48.405
31.12.27 14.145 3.435 9.672 23.817 28.006 51.825
30.06.28 16.868 3.529 11.065 27.933 34.158 62.091
31.12.28 16.783 3.637 12.221 29.004 35.922 64.926
30.06.29 19.791 3.655 13.735 33.526 41.781 75.305
Zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich zum 30.06.1925:
Benzin PKW davon Taxis Elektro PKW Benzin LKW Elektro LKW Motorräder
Niederösterreich 1.600 56 1 1.017 4 3.766
Oberösterreich 722 30 11 386 7 1.019
Salzburg 342 16 2 195 0 311
Tirol 332 21 1 149 18 466
Vorarlberg 299 0 1 178 0 326
Kärnten 458 13 0 252 2 576
Steiermark 929 28 0 644 2 1.894
Burgenland 76 0 1 50 1 156
Wien 6.193 2.658 19 2.594 28 4.424
zusammen 10.951 2.822 46 5.565 62 12.938

 

Bestand an Kraftfahrzeugen in Österreich - Stand: 30. April 1948
PKW Busse LKW Anhäng. Zugm. Spezkw. Krad -125 Krad ü.125
Gesamt 26.775 1.662 29.562 8.605 8.081 2.515 21.317 43.682
Wien 8.444 966 12.026 2.781 699 838 1.873 7.636
3.314 134 4.351 1.611 2.519 266 4.162 8.761
4.802 163 3.899 1.586 1.841 330 5.291 8.046
Salzbg. 2.198 72 1.856 548 546 236 1.715 2.859
Steierm. 3.006 168 3.154 1.148 866 411 3.152 7.296
Kärnten 2.084 31 1.455 364 585 227 1.616 3.376
Tirol 1.681 52 1.590 294 507 157 1.749 2.981
Vorarlb. 891 7 535 161 288 30 1.135 1.653
Bgld. 355 39 696 112 230 20 624 1.074
Davon PKW der Marken: LKW der Marken: Kräder der Marken:
Steyr 6.360 Ford 4.116 Puch 21.816
Opel 4.016 Steyr 4.108 DKW 7.176
DKW 2.787 Opel 3.478 NSU 5.708
Fiat (I) 1.683 Mercedes 2.345 BMW 2.800
Mercedes 1.674 Aust.-Fiat 1.989 Zündapp 2.187
Ford 1.184 Saurer 1.351 Ardie 2.097
Adler 1.111 Büss.NAG 897 Viktoria 1.894
Tatra (CS) 872 Fiat (I) 809 Wanderer 1.867
BMW 779 Borgward 708 Ariel 940
Herstellerländer des Kfz.-Bestandes zum  30.April 1948:
PKW Busse LKW Zugm. Last.dreir. Krad -125 Krad ü.125
Österreich 7.071 829 8.649 1.188 352 5.597 16.955
USA 687 41 4.167 590 1 2 747
Belgien 20 0 42 2 0 6 931
Deutschl. 14.540 644 12.799 6.015 1.605 15.501 19.054
England 302 7 674 27 9 39 4.706
Frankreich 619 24 681 12 1 14 302
Italien 2.035 68 1.280 26 20 5 250
Schweden 1 0 17 0 0 0 3
Schweiz 0 0 8 54 2 1 76
CSSR 1.461 10 1.066 66 13 75 547
UdSSR 2 1 58 0 0 0 0
Ungarn 0 6 60 0 0 16 3
Andere 27 2 61 101 3 61 108
Baujahre des Kfz.-Bestandes zum  30.April 1948:
PKW Busse LKW Zugm. Spez.kw. Last.dreir. Kräder
bis 1918 1 0 38 1 28 0 7
1919-1937 10.699 332 6.473 346 616 340 22.479
1938 4.986 164 1.688 443 125 181 8.644
1939 5.870 260 2.815 1.407 193 252 16.458
1940 1.509 204 2.422 1.490 166 236 5.420
1941 423 187 2.071 1.343 155 309 2.470
1942 408 142 2.717 543 305 365 1.176
1943 390 104 2.811 660 383 143 1.145
1944 283 52 2.770 431 222 130 881
1945 49 1 404 97 16 2 107
1946 127 13 1.127 221 25 1 960
1947 443 39 1.199 596 38 3 2.426
1948 59 8 90 195 2 0 482
Unbekannt 1.528 126 2.937 308 241 44 2.374
Zusammen 26.775 1.632 29.562 8.081 2.515 2.006 64.999

 

 

 

PKW Bestand und Neuzulassungen Republik Österreich    (Bestand jeweils zum 31. Dezember)
Jahr Neuzulassung Bestand Jahr Neuzulassung Bestand
1945 10.850 1976 225.467 1,828.050
1946 1977 295.936 1,965.250
1947 29.164 1978 158.279 2,040.268
1948 34.382 1979 214.297 2,138.678
1949 1.491 43.970 1980 227.548 2,246.950
1950 51.314 1981 198.659 2,312.932
1951 59.422 1982 201.155 2,361.071
1952 65.533 1983 256.676 2,414.466
1953 74.504 1984 215.640 2,468.452
1954 91.963 1985 242.670 2,530.800
1955 43.189 143.099 1986 262.176 2,609.390
1956 187.938 1987 243.221 2,684.780
1957 233.175 1988 253.072 2,784.792
1958 266.051 1989 276.065 2,902.949
1959 340.980 1990 288.636 2,991.284
1960 404.042 1991 303.723 3,100.014
1961 474.538 1992 320.094 3,244.920
1962 556.575 1993 285.162 3,367.626
1963 627.582 1994 273.663 3,479.595
1964 702.034 1995 279.610 3,593.588
1965 110.811 790.675 1996 307.671 3,690.692      Bestand
1966 121.441 880.642 1997 275.001 3,782.544 Motorräder LKW Sonstige TOTAL
1967 122.436 964.929 1998 295.865 3,887.174
1968 130.635 1,056.290 1999 314.182 4,009.604 263.297 318.757 533.238 5,470.948
1969 100.652 1,124.183 2000 309.427 4,097.145 279.728 326.784 539.992 5,581.444
1970 127.392 1,196.584 2001        293.528 4,182.027     293.053 331.394 5,680.000
1971 195.192 1,325.162 2002
1972 221.624 1,460.163 2003
1973 186.982 1,540.700 2004
1974 166.981 1,635.900 2005
1975 185.167 1,720.722 2006

 

Kraftfahrzeugbestand in Österreich nach Baujahren (Stand 1. April 2002):

Personenkraftwagen

bis inkl. 1900 40 1935 38 1970 2.674
1901 2 1936 64 1971 4.047
1902 1 1937 53 1972 5.478
1903 6 1938 77 1973 4.931
1904 5 1939 91 1974 4.192
1905 2 1940 25 1975 3.981
1906 5 1941 16 1976 4.851
1907 2 1942 38 1977 7.928
1908 4 1943 59 1978 5.100
1909 5 1944 47 1979 6.780
1910 5 1945 18 1980 8.793
1911 5 1946 13 1981 11.021
1912 5 1947 69 1982 16.327
1913 7 1948 156 1983 30.611
1914 7 1949 204 1984 34.611
1915 7 1950 162 1985 55.743
1916 2 1951 174 1986 80.375
1917 4 1952 202 1987 101.392
1918 5 1953 227 1988 137.321
1919 6 1954 373 1989 171.053
1920 5 1955 576 1990 198.627
1921 5 1956 751 1991 229.394
1922 15 1957 756 1992 266.562
1923 22 1958 845 1993 250.227
1924 15 1959 972 1994 250.669
1925 12 1960 1.360 1995 263.695
1926 22 1961 1.203 1996 290.703
1927 22 1962 1.208 1997 256.774
1928 27 1963 1.284 1998 275.006
1929 49 1964 1.518 1999 296.960
1930 54 1965 1.765 2000 293.740
1931 34 1966 2.078 2001 271.960
1932 41 1967 2.457 unbek. 1.691
1933 39 1968 2.673    
1934 53 1969 2.161 gesamt 3.939.701

 

Motorräder

bis inkl. 1900 621 1942 139 1977 9.990
1901 15 1943 48 1978 10.764
1902 1 1944 38 1979 14.068
1906 2 1945 30 1980 16.098
1907 1 1946 62 1981 18.159
1908 1 1947 111 1982 18.024
1910 6 1948 252 1983 19.838
1911 32 1949 363 1984 16.390
1913 1 1950 363 1985 16.845
1914 1 1951 551 1986 14.269
1916 1 1952 770 1987 12.712
1918 5 1953 1.560 1988 12.946
1919 2 1954 2.276 1989 12.415
1920 5 1955 3.484 1990 11.071
1921 6 1956 3.156 1991 12.436
1922 3 1957 2.516 1992 13.957
1923 9 1958 2.368 1993 16.765
1924 6 1959 2.193 1994 19.289
1925 9 1960 1.833 1995 23.618
1926 11 1961 1.564 1996 28.912
1927 23 1962 1.495 1997 31.114
1928 40 1963 1.512 1998 39.652
1929 50 1964 1.537 1999 42.820
1930 42 1965 1.680 2000 40.741
1931 26 1966 1.733 2001 37.961
1932 14 1967 2.147 2002 8.575
1933 20 1968 2.235 unbek. 3.133
1924 35 1969 2.377    
1935 61 1970 2.539    
1936 82 1971 3.009    
1937 103 1972 3.958    
1938 206 1973 4.746    
1939 326 1974 6.511    
1940 120 1975 6.102    
1941 72 1976 8.259 gesamt 598.037

 

Lastkraftwagen

bis inkl. 1900 2 1965 55 2000 33.942
1906 1 1966 71 2001 30.444
1909 1 1967 84 2002 7.063
1914 1 1968 100 unbek. 44
1928 1 1969 134    
1930 2 1970 196    
1931 1 1971 259    
1932 1 1972 416    
1938 2 1973 305    
1939 1 1974 401    
1940 2 1975 411    
1941 3 1976 724    
1942 3 1977 947    
1943 10 1978 1.104    
1944 5 1979 1.536    
1945 1 1980 2.123    
1946 1 1981 2.131    
1947 3 1982 2.230    
1948 8 1983 2.712    
1949 16 1984 3.424    
1950 8 1985 4.502    
1951 5 1986 5.639    
1952 10 1987 7.205    
1953 10 1988 9.897    
1954 8 1989 9.896    
1955 20 1990 12.740    
1956 34 1991 15.280    
1957 27 1992 16.954    
1958 34 1993 17.068    
1959 28 1994 18.577    
1960 26 1995 20.485    
1961 23 1996 22.253    
1962 34 1997 25.512    
1963 51 1998 28.607    
1964 52 1999 30.417 gesamt 336.320

 

Traktoren

bis inkl. 1900 123 1945 8 1980 10.238
1901 2 1946 7 1981 8.324
1905 3 1947 32 1982 8.791
1906 3 1948 727 1983 10.197
1907 2 1949 518 1984 9.411
1908 3 1950 924 1985 9.066
1909 3 1951 1.258 1986 8.461
1910 1 1952 2.035 1987 8.219
1911 10 1953 2.408 1988 8.325
1913 1 1954 2.722 1989 8.549
1914 1 1955 4.898 1990 8.665
1915 1 1956 6.020 1991 8.504
1916 1 1957 5.760 1992 7.619
1919 1 1958 5.765 1993 7.286
1920 1 1959 5.731 1994 6.705
1923 1 1960 7.018 1995 6.557
1924 3 1961 7.883 1996 8.578
1926 1 1962 7.219 1997 9.007
1927 2 1963 6.992 1998 7.979
1929 1 1964 8.292 1999 7.434
1930 1 1965 8.767 2000 6.989
1931 2 1966 9.348 2001 6.347
1932 2 1967 8.695 2002 1.858
1933 5 1968 7.587 unbek. 11.886
1934 3 1969 7.958    
1935 3 1970 8.634    
1936 3 1971 9.441    
1937 6 1972 10.771    
1938 9 1973 8.175    
1939 30 1974 8.509    
1940 30 1975 8.564    
1941 37 1976 9.488    
1942 14 1977 9.147    
1943 6 1978 9.065    
1944 8 1979 8.904 gesamt 404.588

 

 

 

Kraftfahrzeugbestand (nur PKW und Kombi) in Österreich nach Marken zum 31. Dez. 2002:

Adler (D) 17 0   Mahindra  138 0
Aero (CS) 32 0   Maserati (I) 338 0
Alfa Romeo (I) 24.720 0,6   Matra (F) 31 0
AMC (USA) 45 0   Mazda (J) 226.584 5,8
Audi (D) 203.790 5,2   Mercedes (D) 194.413 4,9
Austin (GB) 999 0   MG (GB) 1.432 0
Auto Dacia (RO) 25 0   Micro Compact Car (F) 3.904 0,1
AU DKW (D) 424 0   Mitsubishi (J) 101.394 2,6
AWE (DDR) 9 0   Morgan (GB) 229 0
AWZ (DDR) 20 0   Morris (GB) 210 0
Barkas-DDR (D) 1 0   Mosk Autom Fabr (RUS) 23 0
Bedford (GB) 87 0   Nash Rambler A M (USA) 1 0
Bentley Motors (GB) 125 0   Nissan (J) 134.437 3,4
Bianci (I) 291 0   NSU (D) 232 0
BMW (D) 150.762 3,58   NSU-Fiat (D) 1 0
BMW-Isetta (D) 25 0   OeAF (A) 1 0
Borgward (D) 89 0   Oldsmobile (USA) 185 0
British Leyland (GB) 1.318 0   OM (I) 1 0
Buick (USA) 533 0   Opel  (D) 416.537 10,6
Büssing (D) 1 0   Panhard (F) 6 0
Cadillac (USA) 868 0   Perl (A) 1 0
Chevrolet (USA) 4.863 0,1   Peugeot (F) 150.972 3,8
Chrysler-Sumbeam (GB) 195 0   Piaggo (I) 2 0
Chrysler (USA) 45.019 1,1   Plymouth (USA) 44 0
Chrysler-Simca (F) 262 0   Pontiac (USA) 4.859 0,1
Citroen (F) 90.901 2,3   Porsche (D) 8.094 0,2
Commer (GB) 3 0   Praga (CS) 20 0
Daewoo (ROK) 9.407 0,2   Puch (A) 2.367 0,1
DAF (NL) 80 0   Reliant (GB) 2 0
Daihatsu (J) 22.717 0,6   Renault (F) 215.348 5,5
Daimler The (GB) 70 0   Riley (GB) 11 0
De Tomaso (I) 28 0   Rolls Royce (GB) 288 0
Dodge (USA) 218 0   Rover  (GB) 16.433 0,4
Ferrari (I) 698 0   Saab (S) 5.483 0,1
Fiat-Seat (E) 288 0   Saviem-Renault (F) 2 0
Fiat (I) 143.464 3,6   Sauber (USA) 32 0
FN (B) 1 0   Saurer (A) 3 0
Ford (D) 308.867 7,8   SAS (RUS) 3 0
Glas Hans (D) 69 0   Seat (E) 63.557 1,6
GMC (USA) 8 0   Simca (F) 57 0
Goliath (D) 4 0   Skoda (CS) 93.742 2,4
Gorki Werke (RUS) 92 0   Ssang-Yong (ROK) 380 0
Gräf&Stift (A) 2 0   Standard (GB) 8 0
Gutbrod (D) 2 0   Steyr (A) 136 0
Hanomag_Henschel (D) 76 0   Steyr-Puch (A) 3.475 0,1
Hillman (GB) 23 0   Steyr-Fiat (A) 218 0
Honda (J) 67.669 1,7   Stoewer (D) 1 0
Horch (D) 5 0   Studebaker (USA) 5 0
Humber (GB) 12 0   Subaru (J) 26.932 0,7
Hyndai (RO) 23.000 0,6   Suzuki (J) 84.477 2,2
IHC (USA) 25 0   Talbot (F) 603 0
Innocenti (I) 55 0   Talbot Sunbeam (GB) 8 0
ISO (I) 4 0   Tata (IND) 1 0
Isuzu (J) 626 0   Tatra (CS) 114 0
Iveco (I) 86 0   Tempo (D) 1 0
Jaguar (GB) 4.690 0,1   Toyota (J) 200.516 5,1
Jeep (USA) 1.745 0   Triumph (GB) 1.292 0
Jensen (GB) 6 0   Unic (F) 1 0
Kia (ROK) 11.315 0,3   Vauxhall (GB) 173 0
Kirchner (A) 2 0   Volvo (S) 43.703 1,1
Kleinschnittger (D) 4 0   VW (D) 795.110 20,2
Lada (RUS) 4.402 0,1   Wanderer (D) 8 0
Lamborghini (I) 59 0   White (USA) 1 0
Lancia (I) 11.524 0,3   Wolseley (GB) 6 0
Land Rover (GB) 1.933 0   Zagato (I) 8 0
Lexus (J) 807 0   Zastava (YU) 13 0
Lloyd (D) 71 0   Andere 934 0
London Taxi Intern. (GB) 12 0   Gesamt 3.939.701 100
Lotus (GB) 270 0   davon Diesel 1.644.526 41,7
             

 

Kraftfahrzeugkennzeichen in Österreich

Nach langen Diskussionen wurde am 27. September 1905 die Kennzeichenpflicht für Kraftfahrzeuge eben so wie eine obligatorische Fahrprüfung (Führerschein) gesetzlich mit Wirksamkeit 7. Jänner 1906 eingeführt. 

Die Einteilung der Länder nebst zugehörigem Symbol: 

Wiener Polizeirayon

A

Dalmatien

M

Niederösterreich (ohne Wien)

B

Prager Polizeirayon

N

Oberösterreich

C

Böhmen (ohne Prag)

O

Salzburg

D

Mähren

P

Tirol

E

Schlesien

R

Kärnten

F

Galizien

S

Steiermark

H

Bukowina

T

Krain

J

Vorarlberg

W

Küstenland

K

 

 

 

 

 

 

Die Buchstaben hatten lateinische Grossbuchstaben zu sein, die folgende Evidenznummer bestand aus einer maximal dreistelligen Zahl in arabischen Ziffern.  Die Tausenderstellen wieder waren römische Ziffern. An der Tausenderstelle war die örtliche Bezirkshauptmannschaft zu erkennen. (Mit Ausnahme von Wien und Prag) 

Der Grund des Kennzeichens war weiss, die Schriftzeichen hatten schwarz zu sein. 

In Wien wurden ausgegeben: 

 

Kennzeichen

Führerscheine

 

 

 

 

1905

 

No.1 - 30

30

1906

772

31 - 1328

1298

1907

358

1329 - 1998

670

1908

475

1999 - 2682

648

1909

460

2683 - 3569

887

1910

321

3570 - 5348

1.779

1911

927

5349 - 7297

1.949

1912

1.275

7289 - 9121

1.824

1913

1.108

9122 - 10645

1.524

bis 30.April 1914

266

10646 -11129

484

 

 

 

 

zusammen

5.962

 

11.129

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die ersten Kennzeichen in Wien wurden zugewiesen: 

A 1

Erzherzog  Eugen

A 2 und A 3

Erzherzog  Friedrich

A 4

Erzherzog  Franz Ferdinand

A 5 und A 6

Herzog von Cumberland

A 7 und A 8

Erzherzog  Friedrich

A 9

Leo Greiner, k.u.k. Major

A 10 bis 12

Fürst Otto Windischgrätz

A 13 bis 19

Nesselsdorfer Wagenfabrik (später Tatra)

A 20

Dr. Eduard Suchanek

 

 

 Nach dem Ersten Weltkrieg behielt die bisherige Regelung, soweit die Gebiete noch zur Republik Österreich gehörten, ihre Gültigkeit. 

1930 wurde mit Gültigkeit  1. 1. 1931 die Farben der Kennzeichen auf schwarz geändert, die Schriftzeichen waren weiß. Die Symbole bleiben weiter gleich wie in der Monarchie, nur die Tausenderstellen wurden ab  nun auch in arabischen Ziffern geschrieben. Die Stadt Graz erhielt das bisher noch nicht verwendete „G“ als eigenes Erkennungszeichen. 

Mit dem Anschluß an das Deutsche Reich 1938 wurden die Kennzeichen in Österreich 1939 geändert: Die Tafel war nunmehr weiss, die Schrift schwarz, wie im Reich. Es gab nur mehr sieben Symbole die Österreich betrafen: 

Wien

W

Niederösterreich - nunmehr "Niederdonau"

Nd

Oberösterreich - nunmehr "Oberdonau"

Od

Salzburg

Sb

Steiermark

St

Kärnten

K

Tirol und Vorarlberg

TV

 

 

Unmittelbar nach Kriegsende 1945 wurden in Westösterreich die Kennzeichen des Deutschen Reiches beibehalten, wenn auch das kleine „d“ in Oberösterreich und Niederösterreich oft weiss übermalt wurde.

In Ostösterreich wurden neue Kennzeichen ausgegeben, wieder weisse Ziffern auf schwarzem Grund, wie in der ersten Republik. Nur wurde statt einem Buchstaben für das Bundesland dessen Wappen als Unterscheidungsmerkmal verwendet. Ein Österreichisches Bindenschild ( rot- weiss- rot) zierte außerdem noch jede Tafel. Erst nach Ausgabe von ca. 100.000 solcher Tafeln, man hätte sie im Ausland nie zuordnen können und sie entsprachen auch nicht den internationalen Vereinbarungen, wurde die Aktion gestoppt und für die junge Republik 1947 ein neues System aufgebaut: 

Wien

W

Niederösterreich

N

Oberösterreich

O

Linz

L

Salzburg

S

Steiermark

St

Graz

G

Kärnten

K

Tirol

T

Vorarlberg

V

Burgenland

B

 

 

Nachdem das System besonders in Wien durch die große Anzahl der Fahrzeuge, insbesondere weil auch alle im Bundesdienst stehende Kraftwagen mit Wiener Kennzeichen ausgestattet waren, an seine Grenzen gestoßen war, kamen nach Ausklammerung dieser Gruppen noch dazu: 

Bundespolizei

BP

Bundesgendarmerie

BG

Österr. Bundesbahnen

BB

Post- und Telegrafenverwaltung

PT

Justizwache

JW

Zollwache

ZW

Bundesbus

BD

Bundesheer

BH

 

 

Der Grund der Tafeln war wieder schwarz und die Beschriftung weiss. 

Mit  1. Jänner 1989 wurden die weissen Tafeln mit dem jeweiligen Landeswappen eingeführt, die mit blauem Sternen – EU - Symbol  seit November 2001 zur Zeit ausgegeben werden. Die bis dahin in der gleichen Logistik wie in der Monarchie aufgebauten in der Zahl herauslesbaren ausgebenden Bezirkshauptmannschaften haben damit auch jeweils ein eigenes Buchstabensymbol erhalten. Die Schriftzeichen sind schwarz. 

Österreichische Probekennzeichen waren seit 1931 blau, so wie seit 1947 wieder, die Zeichen weiss.Überstellungskennzeichen grün mit weisser Schrift, für im Ausland zugelassene Auflieger oder Anhänger werden rote Tafeln zugewiesen.

 

http://www.kennzeichen.at.tt

 

Anfang